Stadt wartet mit Zuschuss ab

Einen Zuschuss für eine Machbarkeitsstudie zur Nebenbahn Blaufelden-Langenburg hat das Schrozberger Kommunalparlament vorerst auf Eis gelegt.

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Reihum in den tangierten Kommunen rührt der rührige Förderverein für die Nebenbahn von Blaufelden über Gerabronn nach Langenburg derzeit die Werbetrommel für eine Machbarkeitstudie - eine von vielen Voraussetzungen dafür, die zwölf Kilometer lange, anno 1900 erbaute und im Jahr 1996 stillgelegte Bahnstrecke wieder eines Tages reaktivieren zu können.

Mit einer solchen Expertise sollen unter anderem die Möglichkeiten ausgelotet werden, wie die altehrwürdige Bahnstrecke künftig für touristische Zwecke und/oder für den Personenverkehr beziehungsweise für die Schülerbeförderung genutzt werden kann.

In der jüngsten Sitzung des Schrozberger Stadtparlaments ging es nun darum, ob die Stadt ihr vom Förderverein gewünschtes Scherflein von 5000 Euro für diese Studie beiträgt - wofür sich auch Stadtrat Hans-Joachim Feuchter von der "Wahlgemeinschaft für Jedermann" via Antrag zum Schrozberger Haushalt für das Jahr 2015 stark machte.

Bei allem Wohlwollen für das Projekt sah Bürgermeister Klemens Izsak derzeit keinen Grund dafür, dass die Stadt Schrozberg mit einem Zuschuss vorprescht. Von den direkt an der Strecke liegenden Kommunen Blaufelden, Gerabronn und Langenburg seien nämlich bis jetzt auch noch keine positiven Signale in Sachen Zuschuss gesendet worden: "Zuerst sollten sich hier die Hauptbetroffenen regen", sagte Klemens Izsak.

Hans-Joachim Feuchter wies darauf hin, dass der Landkreis bei dieser Studie mit von der Partie sei, wenn alle tangierten Kommunen ebenfalls mit im Boot sitzen. Den Antrag seiner Fraktion zog der Stadtrat letztlich wieder zurück: Er sei zufrieden mit der Aussage des Bürgermeisters, wonach die Stadt Schrozberg sicher keine Kommune sei, die sich hier nicht mit den Nachbarn solidarisieren würde.

Auch Stadtrat Frank Klöpfer (Freie Wählervereinigung) meinte, dass sich Schrozberg erst "als letzter Waggon an diesen Zug" ankoppeln sollte. Grundsätzlich votierte auch Stadtrat Lothar Mühlenstedt (CD) dafür, die Studie finanziell zu unterstützen. Und Stadtrat Armin Bönisch (SPD) kann ebenfalls "gut damit leben, dieses Thema etwas nach hinten zu schieben".

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