Stadt hofft auf "Betongold"

Die Zeichen stehen gut, dass die Stadt Schrozberg auch 2013 wieder mit Mut und Elan durch das Jahr gehen kann. Der Neujahrsempfang der Kommune bildete hierzu einen schwungvoll-heiteren Auftakt.

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Der Kultursaal des Schrozberger Schlosses konnte die Besucher kaum fassen: Gut 350 Bürgerinnen und Bürger nutzten nach einer musikalischen Einstimmung durch die Musikschule Harald Beibl die Gelegenheit für Gespräche rund um Themen, die derzeit die Stadt bewegen.

Bürgermeister Klemens Izsak gab in seinem launigen Bericht zur Lage der Stadt etliche Themen vor - wie zum Beispiel die demografischen Aussichten. Über Heiratsmüdigkeit kann die Kommune zwar nicht klagen. Im Jahr 2012 gaben sich hier 30 Paare das Jawort, 43 Kinder wurden geboren.

Langfristig sinkende Schülerzahlen plagen aber auch Schrozberg und seine Bildungsstätten. Die Stadt, so Klemens Izsak, verfüge mit der Verbundschule aus Grund-, Werkreal- und Realschule eine "sehr gute Lösung", jetzt fehle nur noch der Segen der staatlichen Schulverwaltung.

Das Stadtoberhaupt erwartet im Jahr 2013 zudem ein größeres Interesse der privaten Häuslesbauer als bisher. Im Vorjahr verkaufte die Kommune nämlich gerade mal drei Bauplätze. Klemens Izsak verwies auf zehn vorliegende Baugesuche, aber auch auf den Verkauf von 19 Häusern und 20 Eigentumswohnungen vor allem an jüngere Familien. Angesichts des historischen Zinstiefs ermunterte der Bürgermeister jedenfalls ausdrücklich dazu, Geld in "Betongold" anzulegen.

"Sehr ordentlich" laufen die Betriebe in Schrozberg, Handwerk und Industriefirmen haben nach Kenntnis des Bürgermeisters volle Auftragsbücher. Und auch für das insolvente Unternehmen Ruia zeichne sich in nächster Zeit der Einstieg eines neuen Eigentümers ab. Auch optisch wird sich Schrozberg in den nächsten Jahren herausputzen: Die Stadtsanierung hat mittlerweile den Zeller Weg erreicht, danach folgen die öffentlichen Flächen rings um den Bahnhof, die Bahnhofstraße und schließlich der Ausbau der restlichen Oberstettener Straße - wobei der Zeitplan (2014 oder erst 2015) noch offen ist.

Schon jetzt beendet ist ein langjähriges Trauerspiel: Schnelle Verbindungen auf der Daten-Autobahn waren bislang vor allem im Osten der Stadt ein Fremdwort. Die Kommune hat das Heft selbst in die Hand genommen und mit eigenen Investitionen rasante DSL-Verbindungen in der "Landwehr" ermöglicht.

Ungewiss bleibt dagegen die Nutzung der Windkraft auf der Gemarkung Schrozberg. Bürgermeister Klemens Izsak geht davon aus, dass am Ende des Anhörungsverfahrens nur "relativ wenige und kleine Flächen" zur Verfügung stehen.

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