Sprung über Straße

Ilshofen, die "kleine Stadt an der großen Straße", kann auf ein gutes Jahr zurückblicken. Das Städtchen gedeiht - und setzt jetzt zum Sprung über die Umgehungsstraße an.

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Die Ilshofener Umgehungsstraße ist alt - eine der ersten im Land. Der Grund für den Bau: Der Durchlass im Torturm war bereits vor dem Krieg zu eng für große Fahrzeuge. Von der Ortschaft war die großzügige Kurve der Umgehungsstraße seinerzeit weit entfernt, doch jetzt nicht mehr. Ilshofen hat sich in den letzten Jahren und ganz speziell in diesem Jahr ausgedehnt - wenn man das Gebiet unterhalb des Landwirtschaftsamts betrachtet. Die Bebauung hat die Straße erreicht.

Der Gemeinderat beschließt deshalb, dass nun erstmals (nach einem Aussiedlerhof) auch jenseits der Straße gebaut werden darf. Die Firma Bausch und Ströbel plant dort bereits Parkplätze. Denn diese Firma wächst - und mit ihr die Stadt.

Es gibt immer mehr Arbeitsplätze: 2600 sind es zum Jahresende bei 6311 Einwohnern, ein stolzes Verhältnis. Außerdem gibt es 2013 erstmals mehr Ein- als Auspendler. Entsprechend begehrt sind auch die Ilshofener Bauplätze. Alle Teilorte wachsen und zum großen Baugebiet Schmerachaue werden in diesem Jahr die endgültigen Weichen gestellt.

Was war 2013 sonst noch los in Ilshofen? Beispielsweise 30 Jahre Burgfestspiele Leofels, 50 Jahre Heimatfest Obersteinach, Ostermarkt und Ilshofener Herbst. Ein Kunstrasenplatz wurde gebaut, ein neuer, größerer Netto, eine neue Kinderkrippe im "Max und Moritz" und nicht zuletzt gibt es einen neuen Feuerwehrkommandanten. "Aber mein persönliches Highlight war die Einweihung des sanierten Schulzentrums", sagt Bürgermeister Roland Wurmthaler. In diesem Jahr wurde die Maßnahme abgeschlossen - mit neuem Schülerhaus, Pausenhof sowie einem Backhäuschen für die Hermann-Merz- und die Maria-Montessori-Schule. "Dieses Projekt hat uns, die Gemeinde und den Schulverband, insgesamt sieben Jahre lang begleitet. Fünf Jahre lang war Baustelle. Millionen sind dort investiert worden."

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