Spannend wie im "Tatort"

Spaß, Spannung und viel Humor: Das sind die Zutaten des Landkrimis "Leichen am laufenden Band", der in Hütten aufgeführt worden ist.

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Die "Leiche" muss weg. Gemeinsam mit seiner Frau Ilse (Monika Diehm) und Tochter Carmen (Simone Wieland, rechts) verpackt Werner (Uwe Jenß) diese im Teppich. Weitere Fotos: www.hallertagblatt.de/bildergalerie Foto: Hinz

Spannend wie ein Tatortkrimi ist das Theaterstück "Leichen am laufenden Band", das vom Ultimativen Hinterhoftheater in Hütten am vergangenen Wochenende im Dorfgemeinschaftshaus gespielt wurde.

Der wesentliche Unterschied zum Fernseh-Tatort besteht darin, dass der Hüttener Landkrimi eine turbulente Komödie ist, der es an kuriosen Situationen nicht mangelt. Eigentlich gibt es auch gar keine Leichen. Dafür aber kommen die Zuschauer kaum aus dem Lachen heraus, so dass diese den tollen Theaterabend noch lange in Erinnerung behalten werden. Wieder einmal haben das Hinterhoftheater und der Gesangverein Hütten mit der Auswahl des Stückes genau den Geschmack des Publikums getroffen.

Es ist eine Geschichte, die aus dem richtigen Leben stammen könnte. Mit Hilfe von K.-o.-Tropfen planen der Dorfganove Toni Knast (Willy Giesel) und sein Azubi Ede (Pascal Sommer) ihren nächsten Coup. Diese Tropfen sind als Potenzmittel getarnt und gelangen irrtümlich in die falschen Hände und werden, wie sollte es auch anders sein, ausprobiert. Dadurch ergibt sich ein vermeintliches Massensterben und die Angst vor einem Serienkiller geht um. Zunächst trifft es Harry (Richard Sommer), den besten Freund von Werner Meuchler (Uwe Jen). Um seine Frau Ilse (Monika Diehm) nicht in Verdacht zu bringen, wird die "Leiche" mit Hilfe von Tochter Carmen (Simone Wieland) zwischengelagert. Denn Harry wird von Freundin Lilli (Uli Rödel) gesucht. Dann trifft es auch noch den künftigen Schwiegersohn Alex (Pascal Hoffmann) und auch der Pfarrer (Werner Straub) wird in die Geschichte hinein gezogen. Dann gibt es da noch die geschwätzige Nachbarin Vreni (Margret Schumm) und einen sensationslüsternen Reporter (Artur Schula).

Da fehlt nur noch die Frau Kommissar (Gudrun Jenß), um die Verwirrung komplett zu machen. Natürlich sind wieder lokale Gegebenheiten im Stück verarbeitet, auch taucht der eine oder andere bekannte Name im Stück auf - was dem eigentlich schon unterhaltsamen Stück noch mehr Würze verleiht. Die Rollen sind wie gewohnt hervorragend besetzt und Ähnlichkeiten beabsichtigt. Für die gelungene Maske ist seit Jahren das Friseurteam Müller zuständig. Es war ein Theatererlebnis. Den ausdauernden Applaus am Ende haben sich die Akteure redlich verdient.

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