Sozialministerium will Ehrenamt stärken - 30 Teilnehmer aus Kreis Hall bei Infoabend

Das Sozialministerium hat die "Engagementstrategie Baden-Württemberg" ins Leben gerufen. Bei einer Regionalveranstaltung in Kupferzell wurde das Projekt zur Stärkung des Ehrenamts vorgestellt.

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Wenn die Engagementstrategie des Landes so viel Schwung ins Ehrenamt bringt, wie die Breakdancer der "Airy Spirit Crew" aus Künzelsau auf die Bühne der Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell, dann wäre viel gewonnen.  Foto: 

Die Carl-Julius-Weber-Halle in Kupferzell war am frühen Dienstagabend mit über 170 Teilnehmern aus der Region gut besucht. Sie wollten sich informieren, was das Land mit der Ehrenamtsstrategie unter dem Titel "Gemeinsam sind wir bunt" bezwecken möchte und was man tun muss, um an die ausgelobten Fördergelder zu kommen. Immerhin will das Ministerium landesweit 25 Projekte jeweils mit bis zu 30000 Euro fördern.

Um was es geht, erklärte der Kupferzeller Bürgermeister Joachim Schaaf in wenigen Worten: "Was uns alle angeht, muss von allen getragen werden", sagte er in der Begrüßung. Langfristiges Engagement lasse nach, projektbezogene Teilnehmer seien eher zu finden. Matthias Neth, Landrat des Hohenlohekreises, nannte das Ehrenamt den "Kitt, der alles zusammenhält".

Ministerialdirektor Jürgen Lämmle erklärte im Gespräch mit Ursula Weber, Professorin für Sozialarbeitspolitik an der Dualen Hochschule Stuttgart, die neue Idee: Bislang gebe es Förderprogramme für bestimmte Gruppen. Jetzt solle ein neuer Weg beschritten werden. Eine Gemeinde solle als Ganzes gesehen und möglichst viele Menschen eingebunden werden. Lämmle sprach von einer hohen Mitmachquote. 41 Prozent der Bürger im Lande seien engagiert, 34 weitere Prozent der Menschen könnten sich das auch vorstellen. Dieser Kreis solle gewonnen werden.

Etwas komplizierter ausgedrückt heißt das in der Broschüre so: Lebensräume sollen zu Engagements-Räumen entwickelt werden. Themen können sein: Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche zum Mitmachen begeistern, Demografie und viele mehr.

Karin Eißele-Kraft, Haller Gleichstellungsbeauftragte, will die Engagementstrategie bei der Ehrenamtsbörse der Stadt am 6. Dezember (9 bis 13 Uhr) im Haus der Bildung zur Sprache bringen. Das Land strebe ehrgeizige Ziele an. Ein konkretes Projekt, mit dem man sich bewerben könnte, schwebt ihr nicht vor.

Der Obersontheimer Bürgermeister Siegfried Trittner, der auch an der Veranstaltung teilgenommen hat, sieht kaum eine Möglichkeit, die von ihm beabsichtigte Hilfsaktion "Hallo Nachbar" in diesem Kontext unterzubringen. Grundsätzlich sei es gut, dass sich das Land dem Ehrenamtsthema widme.

Info Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember. Das Projekt soll in drei Phasen stattfinden. Die Antragsberatung übernehmen das Referat "Bürgerschaftliches Engagement" im Ministerium sowie die Fachberatung des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement. Nicht förderungsfähig sind laufende Projekte.

www.sozialministerium-bw.de

Windräder im Wald

Standort Die beiden Anlagen stehen nahe der Gemeindegrenze zu Wüstenrot auf Löwensteiner Gemarkung. Einige Bürger aus nahen Wüstenroter Teilorten haben Einspruch gegen die Windräder erhoben. Bereits bei einer gerichtlichen Eilentscheidung wurde der Bau freigegeben.

Daten Die beiden Anlagen haben eine Nabenhöhe von 138 Metern und eine Gesamthöhe von 189 Metern inklusive Rotor. Ein Generator leistet 2,3 Megawatt. Die sieben Anlagen, welche die Stadtwerke Hall derzeit auf dem Einkorn planen, sind laut deren Angaben mit rund 200 Metern Gesamthöhe mit Rotor und rund 140 Metern Nabenhöhe noch etwas größer.

FÄR

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