Sommerkurs als wichtiger Pfeiler

In einem Monat beginnt das letzte Sommersemester der Haller Akademie der Künste am alten Standort in der Langen Straße. Nach der Sommerakademie im August steht dann der Umzug an den Haalplatz an.

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Die Fahne am Gebäude flattert im winterlichen Wind. Eine grüne "20" ist darauf zu lesen - und offenbar wurde jedes Jahr eine Ziffer aktualisiert. Inzwischen steht dort die Zahl "23". Die Tage der Nachbarschaft mit der Kunsthalle Würth sind für die Haller Akademie der Künste bald gezählt. Seit 1990 besteht das interdisziplinäre Forum für zeitgenössische Kunst. Nun ist das Programm fürs letzte Sommersemester am alten Standort erschienen. Danach wird die Akademie ins alte Haalgymnasium umziehen - und dort unter anderem mit den Freilichtspielen Hall eine neue Heimat finden.

Ab 18. Februar gibt es in den alten Räumlichkeiten noch einmal ein Sommersemester. Unter anderem mit einer neuen Dozentin: Julia Pax. Sie wurde 1977 in Trier geboren, studierte Kommunikationsdesign, Romanistik und Kunst. Gemeinsam mit Ronald Scharf kümmert sie sich um den Kurs Gestaltungsgrundlagen und konzeptuelle Gestaltung. Die weiteren bewährten Kurse im Angebot der Akademie der Künste reichen von Aktzeichnen, Aktmalen, Porträt, Malen, Zeichnen, Radierung und Tanz bis Plastizieren. In der Freitagswerkstatt (ab. 22. Februar, 10 bis 12 Uhr) gibt es Raum für Gespräche und Diskussionen. Michael Klenk, Vorsitzender des Dozentenrats, freut sich über die Vielfalt der Referenten der Montags-Vorträge in der Kunstgeschichte-Reihe. Unter anderem ist Ute Christine Berger, seit 15 Jahren Halls Kulturbeauftragte, am 22. April mit einem autobiographischen Vortrag zu Gast. Und Dr. Hans-Michael Striebel, im Hauptberuf Zahnarzt in Hall, nimmt am 13. Mai in seinem Vortrag "Piranesis Rom - einst und heute" den italienischen Kupferstecher, Archäologen und Architekten Giovanni Battista Piranesi (1720 - 1778) unter die Lupe.

Neben den Kursen bietet die Akademie der Künste auch verschiedene Workshops an: von "Tanzen, Gestalten, Körperbewusstsein für ältere Menschen" bis "Zeichnen & Malen in der Wilhelma". Anlässlich der Kinder- und Jugendliteraturtage Baden-Württemberg, die im Herbst in Hall gefeiert werden, können schreib- und kunstbegeisterte junge Menschen ab Klasse 10 in den Herbstferien am Workshop "Love in Translation oder: wie kommt die Liebe ins Buch" teilnehmen.

Die offene Akademie wird von einer auf zwei Wochen ausgeweitet (3. bis 14. Juni), um Interessierten mehr Orientierungsmöglichkeiten zu bieten, erklärt Klenk. Zudem möchte die Akademie verstärkt Kontakt mit Schulen aufnehmen und dort fürs Bogy-Praktikum werben (Berufsorientierung am Gymnasium). "Bogy kann man auch bei uns machen, das wissen viele nur nicht", sagt Klenk.

Von 29. Juli bis 9. August gibt es die mittlerweile zwölfte Auflage der Sommerakademie mit etwa 80 Teilnehmern - ein Erfolgmodell und ein wichtiger Pfeiler der Akademie, erklärt Klenk. Die ersten Kurse seien bereits zur Hälfte belegt, berichtet Sonja Streng. Nach der Sommerakademie sollen im August und September die Umzugskartons gepackt werden. "Eigentlich haben wir hier seit 1989 in einem Provisorium gelebt", sagt Michael Klenk und bekennt, dass er dem alten Domizil keine Träne nachweine.

Die Empfindungen sind in dieser Sache unterschiedlich: Sonja Streng macht aus ihrer Wehmut keinen Hehl, dennoch schaut sie optimistisch nach vorn und freut sich auf die neuen Räume in der ehemaligen Volkshochschule am Haalplatz. In der Flächengröße gebe es kaum Veränderung. Durch besser isolierte Räume werde sich vor allem die energetische Situation verbessern, hofft der Akademie-Verein.

www.hallerakademie.de

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