Sie helfen Familien mit unheilbar kranken Kindern

Zwei Mitarbeiterinnen des "Kinderhospizes in Schwäbisch Hall e. V." begaben sich unlängst ins winterliche Oberrot, um dort eine Spende in Höhe von eintausend Euro entgegenzunehmen.

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Vertreter der Oberroter Landjugend und Mitarbeiterinnen des Kinderhospiz (von links) Nicole Strohmaier, Vorsitzende, Ingo Thalacker vom Ausschuss, Corinna Mehlig, Koordinatorin beim Kinderhospiz, Monika Altvater, Schriftführerin, Gisela Krause, Familienbegleiterin beim Kinderhospiz, Michaela Haas, Kassiererin, und Vorsitzende Damaris Staiger. Foto: Balko

Dieser Betrag wurde beim letzten Adventsbasar der Landjugend Oberrot erwirtschaftet. Seit über 35 Jahren gibt es diesen Basar mit dem Ziel, einen wohltätigen Zweck in der Region zu fördern. Vertreterinnen und Vertreter der Landjugend überreichten einen symbolischen Scheck an Corinna Mehlig, Koordinatorin beim Kinderhospiz, und Gisela Krause, die sich als Familienbegleiterin engagiert. Die beiden Mitarbeiterinnen informierten bei der Zusammenkunft auch über die Arbeit des Vereins.

Das ambulante Kinderhospiz unterstützt Familien mit unheilbar kranken Kindern. Es bietet jedoch auch Hilfen für Kinder an, deren Eltern lebensverkürzend erkrankt sind. Besonders im Fokus stehen die Geschwisterkinder, da sich die Eltern oft rund um die Uhr um ihre kranken Kinder kümmern müssen. Mitarbeiterinnen des Kinderhospizes betreuen die Geschwister, helfen bei den Hausaufgaben, übernehmen Fahrdienste und stehen als Gesprächspartnerinnen zur Verfügung. Die Familienbegleiterinnen ermöglichen den Eltern Freiräume und bieten ihnen Gespräche an.

Durch die hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung in der hiesigen Region ist es auch möglich, tierunterstützte Therapien und Ausflüge anzubieten. Seit einiger Zeit ist der Verein auch in der Trauerbegleitung tätig.

Die Ausbildung zur ehrenamtlichen Familienbegleiterin erfolgt im stationären Kinderhospiz in Bad Grönenbach. Dazu werden die Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit kontinuierlich professionell begleitet und geschult. Zur Zeit sind elf Familienbegleiterinnen in sieben Familien im Kreis Hall tätig. 2011 haben die Mitarbeiterinnen 1200 Stunden geleistet.

Die Mitglieder der Landjugend zeigten sich betroffen von den Schilderungen der Hospiz-Mitarbeiterinnen und drückten ihre Anerkennung aus für das Engagement des Vereins. Corinna Mehlig und Gisela Krause meinten abschließend, man dürfe sich die Arbeit der Familienbegleiterinnen nicht nur als traurige Aufgabe vorstellen. Wo der Tod an die Tür klopfe, da sei das Leben oft sehr lebendig.

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