Segensreicher Start in Zukunft

Auf kommunaler Ebene gehören Langenburg, Bächlingen und Unterregenbach schon längst zusammen. Seit gestern gibt es auch eine Verbindung auf kirchlicher Ebene und eine Gesamtkirchengemeinde.

|
Vorherige Inhalte
  • Aus drei wird eins: Pfarrer Ulrich Hermann mit den Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte Christlieb Susenbeth aus Langenburg, Marianne Mühlenstedt aus Bächlingen und Günther Rössler aus Unterregenbach (von links). 1/2
    Aus drei wird eins: Pfarrer Ulrich Hermann mit den Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte Christlieb Susenbeth aus Langenburg, Marianne Mühlenstedt aus Bächlingen und Günther Rössler aus Unterregenbach (von links).
  • Im Posaunenchor Langenburg spielen die Bläser der Langenburger Kirchengemeinden bereits seit vielen Jahren zusammen. Fotos: Christine Hofmann 2/2
    Im Posaunenchor Langenburg spielen die Bläser der Langenburger Kirchengemeinden bereits seit vielen Jahren zusammen. Fotos: Christine Hofmann
Nächste Inhalte

Menschen aus Bächlingen, Unterregenbach und natürlich auch viele Langenburger kamen gestern zum Gottesdienst in die Stadtkirche zu Langenburg, um einem historischen Ereignis beizuwohnen: der Verschmelzung ihrer drei Kirchengemeinden zur Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Langenburg.

Pfarrer Ulrich Hermann, der den Gottesdienst mit einem irischen Segenswunsch eröffnete, stellte in seiner Predigt die Bedeutung des Segens in den Mittelpunkt, der den Beginn eines neuen Abschnitts markiere. "Es sind fünf Buchstaben, die den Segen ausmachen", sagte Hermann. "Am Anfang die Schwelle, die Gnade in der Mitte und mit dem Frieden am Ende wird der Segen ganz."

Jeder Anfang bedeutet auch immer ein Ende. Die drei Kirchengemeinden Bächlingen, Unterregenbach und Langenburg geben ein Stück ihrer Eigenständigkeit auf. Zwar bleiben sie als selbstständige Gemeinden bestehen, aber für die Verwaltung ist künftig allein die neue Gesamtkirchengemeinde zuständig.

So gibt es nun beispielsweise nur noch ein Pfarrbüro, eine Kirchenpflegerin und künftig auch nur noch eine Pfarrstelle für die Gesamtkirchengemeinde. "In Zeiten knapper Finanzen braucht es Strukturen, die Sinn machen. Ich bin überzeugt, dass wir eine moderne, zukunftsfähige Struktur gefunden haben, mit der Kirche auf dem Land bestehen kann", so der Pfarrer der Stadtkirche.

Die Zusammenführung der drei evangelischen Kirchengemeinden, die jede für sich eine jahrhundertealte Tradition und Geschichte hat, entwickelte sich in einem Prozess, der bereits im Jahr 2008 begonnen hat. "Es gab unzählige Beratungen - das war manchmal ganz schön langatmig", meinte Günther Rössler, Vorsitzender des Kirchengemeinderats Unterregenbach. Doch rückblickend war die Zeit wichtig, um alle Stimmen zu hören und Lösungen zu finden, die alle drei Gemeinden tragen konnten. "Es zeigte sich schnell, dass sich alle einen monatlichen gemeinsamen Gottesdienst wünschten, der abwechselnd in allen drei Kirchen gehalten wird", berichtete Christlieb Susenbeth aus Langenburg. "Dieser hilft beim Aufeinanderzugehen, hier zeigt jede Gemeinde ihre Besonderheiten, und alle können voneinander profitieren." Aufgaben der drei Langenburger Kirchengemeinden bleiben das Gemeindeleben und die Gottesdienste.

Inwieweit die praktische Umsetzung des Zusammenschlusses funktioniert, wird die Zukunft zeigen. Im September unterzeichneten alle drei Kirchengemeinden eine Satzung, mit der die Gründung der Gesamtkirchengemeinde auf den Weg gebracht wurde. Nach Genehmigung durch den Oberkirchenrat gilt die Gründung seit dem ersten Januar als vollzogen. Der gemeinsame Gottesdienst war gestern für die 1236 Gesamtgemeindemitglieder das spürbare Startzeichen in eine gemeinsame kirchliche Zukunft.

Noch im Januar kommt erstmals der Gesamtkirchengemeinderat zusammen, um einen Vorsitzenden und einen engeren Rat zu wählen.

"Wir beschäftigen uns zwar schon lange mit dem Thema, stehen nun aber doch erst am Anfang", erklärte Marianne Mühlenstedt. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Bächlingen schloss daher in das Fürbittengebet, das die drei Laienvertreter gemeinsam sprachen, den Wunsch mit ein, dass die drei Gemeinden sich gegenseitig stärken mögen: "Dein Segen möge auf unseren Gemeinden ruhen. Lass in unseren Gemeinden die Freude an unserer Gemeinschaft stetig wachsen und gedeihen."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Stimpfach bekommt neuen Spielplatz

Für jede Altersgruppe gibt es Attraktionen. Die Mehrkosten sollen durch Eigenleistung und Spendengelder finanziert werden. weiter lesen