Sechs Gymnasiasten bringen ein selbst entwickeltes Getränk auf den Markt

Sechs Schüler aus Hohenlohe bringen nach zwei Jahren vorbereitender Arbeit am Montag ihren eigenen Energy-Drink auf den Markt - ein Erfrischungsgetränk von Jugendlichen für Jugendliche.

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  • Die Jungunternehmer (von links): Cedric Lemke, Gabriel Simmann, Tobias Hocke, Thomas Dittler, Lars Köber und Jannik Beibl. Privatfoto 1/2
    Die Jungunternehmer (von links): Cedric Lemke, Gabriel Simmann, Tobias Hocke, Thomas Dittler, Lars Köber und Jannik Beibl. Privatfoto
  • Das Design der Dose ist in Eigenarbeit der Jugendlichen entstanden. 2/2
    Das Design der Dose ist in Eigenarbeit der Jugendlichen entstanden.
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Alles begann in der Mittagspause. Die Schüler Jannik Beibl, Lars Köber, Thomas Dittler, Tobias Hocke, Gabriel Simmann und Cedric Lemke vom Gymnasium Gerabronn mischten sich im Sommer 2012 eigene Getränke zusammen. Dabei kam man auf die Idee, man könne doch ein eigenes Erfrischungsgetränk auf den Markt bringen. Das Resultat dieser Überlegung hört auf den Namen Swake Energy und kommt nun am Montag, 1. September, beim Discounter Norma auf den Markt.

Der Geschmack der etablierten Energy-Drinks sei ihnen zu langweilig gewesen. "Wir wollten etwas Neues, etwas Frisches", erklärt Lars Köber den Hintergedanken. Fruchtig sollte das Getränk vor allem sein, da es das nach Ansicht der Jugendlichen in den einschlägigen Sortimenten viel zu selten gebe. Schnell konnte man sich auf Orange als Basisgeschmack einigen.

Unterstützt durch die Wild Flavours GmbH aus Heidelberg kam dann auch noch Ananas in die Dose. "Wir bekamen regelmäßig Geschmacksproben von Wild zugesendet", sagt Köber. Der Ananasgeschmack habe allen zugesagt, weshalb man auf dieser Grundlage weitergetestet habe.

Unterstützung gab es auch von den Familien und Freunden der Jugendlichen. "Na klar gab es in der Schule auch einige Spötter, die inzwischen aber leise geworden sind", erzählt Dittler. Die schulischen Leistungen der Jungunternehmer haben in den letzten zwei Jahren aber nicht unter dem Arbeitsaufwand gelitten. Vieles konnte man in die Ferien verlegen. Tobias Hocke sagt dazu: "Dank unseres Schuldirektors Uhrhan konnten wir beurlaubt werden, wenn es sich nicht vermeiden ließ."

Gruppe hat sich nicht verändert

Das außergewöhnliche Design der Dose ist ein weiteres, herausstechendes Merkmal von Swake Energy. Die Eigenkreation von Jannik Beibl ist hierbei größtenteils erhalten geblieben. Hilfe gab es von der Werbeagentur Linger aus Fürth, die dem Ganzen den Feinschliff verlieh und die nötigen Richtlinien und Angaben auf die Dose brachten. Generell gab es im gesamten Entwicklungszeitraum wenig Einflüsse von außen. " Unsere Gruppe hat sich von Beginn an nicht verändert", so Köber. Man wollte das Projekt geschlossen fertigstellen. "Im Laufe der Zeit wurden wir öfters gefragt, ob man sich uns noch anschließen kann", erzählt Dittler. Das bestätigte das Team in ihrem Vorhaben.

Glücklich schätze man sich, im Discounter Norma einen Partner für den Vertrieb von Swake Energy gefunden zu haben. Von anderen Supermarktketten gab es vorher Absagen, da die Erfolgschancen sehr niedrig eingeschätzt wurden. Besonders stolz sind die sechs auf den im Vergleich zu anderen Energy-Drinks niedrigen Preis. "Damit treffen wir voll das Discounterkonzept von Norma", betont Köber.

Andere Supermärkte überzeugen

Der nächste Schritt wäre dann, aus dem in gewissen Abständen als Aktionsware angebotenen Erfrischungsgetränk ein Produkt für das Standardsortiment zu schaffen. "Vielleicht wächst dann auch das Interesse anderer Supermärkte, Swake Energy anzubieten", hofft Gabriel Simmann.

Der große Traum der Jungunternehmer ist es nämlich, eines Tages mit einem eigenen, gemeinsamen Unternehmen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. "Traumhaft, wenn das funktionieren würde", sagt Hocke dazu. Doch jetzt will man erst mal den bisherigen Erfolg genießen.

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