Schwarzstorch im Blick

Der Bühlerzeller Gemeinderat kann die Bedenken der Nachbargemeinden aus dem Ostalbkreis zur Ausweisung von Potenzialflächen für die Windkraft nicht nachvollziehen. Das wurde jetzt im Rat deutlich.

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Der Schwarzstorch könnte die Windkraftpläne im Oberen Bühlertal und in den Flächen der umliegenden Gemeinden im Ostalbkreis zu Fall bringen. Deshalb wird eine Voruntersuchung in Auftrag gegeben. Archivfoto: Harald Grunwald

Der Bühlerzeller Gemeinderat hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Windkraftflächen der Nachbarkommunen zu beschäftigen. Die Verwaltungsgemeinschaft Ellwangen, zu der auch Rosenberg, Adelmannsfelden und Neuler gehören, hatte den Entwurf des Teilflächennutzungsplans Windenergie der Gemeinde Bühlerzell und dem Gemeindeverwaltungsverband Oberes Bühlertal zur Stellungnahme vorgelegt.

Die Verwaltungsgemeinschaft will südlich der Gemarkungsgrenze bei Steinenbühl die Konzentrationsfläche K 1 ausweisen. Eine zweite ist westlich von Hummelsweiler geplant. Weitere Flächen liegen auf den Markungen Neuler, Rosenberg und Ellwangen.

Aus Sicht der Bühlerzeller Verwaltung werden vor allem die möglichen Windkraftanlagen auf der Fläche K1 südlich von Steinenbühl optisch Einfluss auf das Gemeindegebiet haben. Stichhaltige Gründe gegen die geplanten zehn Anlagen, die 900 Meter Abstand zu den Ortsteilen haben, sind momentan nicht erkennbar. Nicht nachvollziehen können die Bühlerzeller, warum Adelmannsfelden, Rosenberg und die Verwaltungsgemeinschaft Ellwangen bei der Stellungnahme zu den Potenzialflächen für Windkraft auf dem Bühlerzeller Gebiet vorgebracht haben, dass in diesem Gebiet der Schwarzstorch niste. Bei der eigenen Ausweisung habe der Storch keine Rolle gespielt.

Das Regierungspräsidium fordert, dass eine kreisübergreifende Voruntersuchung in einem Radius von zehn Kilometern um das vermutete Vorkommen des Schwarzstorches in Auftrag gegeben wird. Damit ist der Gemeinderat einverstanden.

Im Gemeinderat Bühlertann wurde am Mittwoch ebenfalls über dieses Thema diskutiert. Bürgermeister Michael Dambacher kritisierte, dass die Anbindung der Verfahren die Gemeinden mit Kosten in Höhe von etwa 20000 Euro belasten würden. Das Ergebnis der Gutachten bliebe offen, so dass bis momentan keine endgültige Ausweisung von Flächen möglich sei. Er fände es sinnvoller, wenn die ganzen Verfahren auf Regionalebene laufen würden.

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