Schulweg: Überraschende Lösung für Kinder in Wallhausen

Für den Schulweg zum geplanten Bahnhalt Wallhausen gibt es eine Lösung, die die Sicherheit entscheidend verbessert. Zwischen der Crailsheimer Straße und dem Weidenbach entsteht ein neuer Fußweg.

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Etwa bei der früheren Bäckerei, also hinter dem roten Wagen, soll die Fußgängerampel installiert werden. In unmittelbarer Nähe soll der neue Fußweg vom Weidenbach in die Crailsheimer Straße münden.  Foto: 

Zu dem überraschenden Durchbruch ist es am Mittwoch in einer nicht öffentlichen Gemeinderatssitzung gekommen. Wie Bürgermeisterin Behr auf HT-Anfrage bestätigte, hat sich die Gemeinde mit zwei Anliegern der Crailsheimer Straße geeinigt, die teils die Benutzung ihres Grundstücks gestatten, teils mit der Gemeinde Fläche tauschen. Bei einem der beiden Anlieger handelt es sich um Gemeinderat Marc Müller, der der Initiative "Pro Tauberbahn" angehört.

Der neue, zwei Meter breite Fußweg soll zwischen den beiden Stegen, die auf Höhe des Gemeindehauses und beim Rathaus über den Weidenbach führen, von dem bestehenden Weg abzweigen und nach 72 Metern in der Crailsheimer Straße münden - in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der eine Fußgängerampel geplant ist. Auf ihrem Weg von den Wohngebieten zum Bahnhalt müssen die Kinder also weder den privaten Pfad unterhalb der Bundesstraße 290 noch den Gehweg neben der Bundesstraße benutzen, wie es bisher geplant war (das HT berichtete).

In der Bürgerfragestunde zu Beginn der vorausgegangenen öffentlichen Gemeinderatssitzung hatten zahlreiche Eltern heftige Kritik an dem Vorhaben geübt, die Schulkinder aus Wallhausen nicht mehr mit dem Bus, sondern nur noch mit dem Zug nach Crailsheim zu bringen. Unter anderem führten sie ins Feld, die Kinder seien auf dem Weg zum Bahnhalt durch den Verkehr in der Crailsheimer Straße gefährdet. Sie forderten zudem, die Kinder dürften nicht gezwungen werden, den Zug zu benutzen.

Mobilität der Bürger sichern

Bürgermeisterin Rita Behr verwies darauf, dass nicht die Gemeinde Wallhausen, sondern der Landkreis für die Schülerbeförderung zuständig sei. Dem Gemeinderat sei es bei der Reaktivierung des Bahnhalts darum gegangen, die Mobilität der Bürger zu sichern, nachdem wegen der sinkenden Schülerzahlen mit der Streichung von Buslinien gerechnet werden müsse. "Wenn wir uns der Bahn verschließen, sind wir irgendwann abgehängt", betonte Behr.

Die Schulkinder könnten künftig mit der Buslinie 81, die an der Frankenstraße und in der Hengstfelder Straße hält, in die Crailsheimer Straße fahren, sagte Behr. Dort werde der Bus auf der Seite des Bahnhofs halten, sodass die Kinder die Straße nicht überqueren müssten. Vom Bahnhof in Crailsheim aus wiederum könnten die Kinder mit einem Bus zum Schulzentrum in den Kistenwiesen fahren.

Die Diskussion im Gemeinderat wurde teils von Unmutsbekundungen, teils von Beifall begleitet. Während Paula Schwandt um Verständnis für die Neuregelung warb und Steffen Blumenstock meinte, wenn es um die Sicherheit der Schüler gehe, dann müsse eher die Bushaltestelle in der Hengstfelder Straße geschlossen werden, weil dort sehr schnell gefahren werde, erklärte Friedrich Strauß, die Tauberbahn müsse selbst für Fahrgäste sorgen. Eltern könnte sich künftig eher für die Realschule in Kirchberg entscheiden, weil diese mit dem Bus erreichbar sei.

Rita Behr erklärte sich bereit, eine Bürgerversammlung einzuberufen, wie sie von drei Elternvertreterinnen beantragt worden war. Daran sollten jedoch Vertreter des Kreisverkehrs teilnehmen. Sie werde sich um einen baldigen Termin bemühen, versicherte Behr.

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