Schulwahl: Lehrer werben um Vertrauen

Im März melden Eltern ihre Kinder für die fünften Klassen an den weiterführenden Schulen an. Den Eltern raten Lehrer, ihre Empfehlung anzunehmen.

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  • April 2011: Hanne Sprügel, Sekretärin an der Realschule Karlsberg in Crailsheim, nimmt die Anmeldung von Felix Rüger entgegen. Mit auf dem Bild sind die Eltern Ulrike und Karlheinz Brenner und Bruder Aaron. Archivfoto 1/2
    April 2011: Hanne Sprügel, Sekretärin an der Realschule Karlsberg in Crailsheim, nimmt die Anmeldung von Felix Rüger entgegen. Mit auf dem Bild sind die Eltern Ulrike und Karlheinz Brenner und Bruder Aaron. Archivfoto
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Eltern können frei entscheiden, ob ihr Kind nach der Grundschule auf die Haupt-, Werkreal-, Realschule oder das Gymnasium wechseln soll. Ab September können Eltern in Rot am See ihr Kind zudem an der ersten Gemeinschaftsschule im Kreis anmelden.

Jahrzehnte lang hatten die Lehrer mit ihrer Bildungsempfehlung die Weichen gestellt. Jetzt steht die Beratung der Eltern noch mehr im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr wirkte sich die freie Schulwahl unerwartet heftig aus: Den Hauptschulen liefen die Schüler davon, Realschulen und Gymnasien bekamen Zulauf. Setzt sich dieser Trend fort?

Thomas Preisendanz, Leiter des Gymnasiums bei St. Michael in Hall, geht davon aus, dass in den nächsten Jahren noch wie bisher viele Schüler mit Gymnasialempfehlung auf die Realschule wechseln. Aber: Je stärker der Ansturm auf die Realschule werde, würden mittelfristig die Gymnasien profitieren.

Auf die Sorge von Eltern, ihre Kinder würden durch G8 überfordert, geht Martin Messerschmidt, Leiter des Lise-Meitner-Gymnasiums in Crailsheim, ein: "Schüler, die eine gute Gymnasialempfehlung haben, kommen mit G8 gut klar." Dieter Käßmann, Geschäftsführender Schulleiter in Hall, rät Eltern, sich an die Empfehlung der Lehrer zu halten. "Die Grundschullehrer nehmen das sehr gewissenhaft wahr." Und falls Eltern der Empfehlung des Klassenlehrers nicht vertrauen, so Manfred Koch, könnten Beratungslehrer hinzu gezogen werden. "Die meisten Eltern verhalten sich vernünftig", weiß Ilshofens Schulleiter Norbert Reinauer. Die pädagogischen Argumente überzeugten: Wenn ein Schüler an einer Schule überfordert ist, entwickele er kein Selbstvertrauen. Zudem bleibe das Schulsystem durchlässig.

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