Schrozberger Freibad-Sanierung dürfte 1,5 Millionen Euro kosten

Noch ist nichts entschieden - dennoch läutete im Schrozberger Stadtparlament ganz leise das Totenglöcklein für das kommunale Freibad: Ein sanierender Neubau kommt auf mindestens 1,5 Millionen Euro.

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Es gibt Zahlen, deren Höhe allein schon einem Totschlagargument gleichkommt: Mindestens 1,5 Millionen Euro dürfte die einem Neubau gleichkommende Sanierung der feuchtfröhlichen, aber sehr maroden und mit jährlich 64.000 Euro auch stark defizitären Vergnügungsstätte im Schrozberger Vorbachtal verschlingen.

Derzeit gibt es keinen einzigen Cent an Zuschüssen für derlei Vorhaben. Die Stadt müsste auch mit generellen Abstrichen bei der Ausgleichsstock-Förderung rechnen, wenn sie sich (durch Stuttgarter Behörden-Augen betrachtet) offenbar den "Luxus" eines Zuschussverzichtes leisten kann.

Jürgen Breit und Peter Bechtel von den Stadtwerken Crailsheim schenkten dem Gemeinderat jetzt reinen Wein ein, was die Kosten und die mindestens nötigen Arbeiten betrifft. Nur mit einer grundlegenden Sanierung kann nämlich die drohende Dauerschließung des Freibades (das Gesundheitsamt konnte Ende des Jahres 2013 nicht mehr länger beide Auge zudrücken und verhängte ein Badeverbot zunächst für die Saison 2014) abgewendet werden.

Der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak legte Wert auf die Feststellung, dass die beiden Experten aus Crailsheim mit ihren durchaus ernüchternden Zahlen nicht etwa als Freibad-Killer für die Untersuchung des Falles engagiert wurden: "Hier wurde keinesfalls absichtlich zu opulent gerechnet."

Die gewaltige Macht der Zahl "1,5 Millionen" verführte den Gemeinderat allerdings nicht dazu, gleich das Freibad-Fallbeil auszupacken: Hin und her wurde überlegt, ob es nicht doch eine Lösung geben könnte, zum Beispiel mit engagierten Vereinen. Immerhin protestierten über 850 Bürger per Unterschrift gegen das drohende "Aus" für das vor allem bei Müttern und ihren Kleinkindern beliebte Bädchen. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen fällt die Entscheidung über das endgültige Schicksal der Freizeitstätte.

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