Scholz Recycling: Werksverkehr soll aus Fichtenberg verschwinden

Im Frühjahr will sich die Firma Scholz Recycling in Fichtenberg räumlich neu strukturieren, damit die neue Zufahrt genutzt werden kann. Der Werksverkehr wird dann endgültig aus dem Ort verschwinden.

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Im Oktober 2011 wurde die Hans-Schmidt-Straße in Fichtenberger feierlich gewidmet. Ab nächstes Jahr soll sie genutzt werden. Archivfoto: Färber

Der Werksverkehr der Scholz Recycling AG & Co. KG in Fichtenberg ist das letzte Überbleibsel aus jener Zeit, als die Umgehungsstraße noch nicht gebaut war. Noch bis 2015, so hat das Unternehmen der Scholz-Gruppe mit der Gemeinde vereinbart, dürfen die Lastwagen durch die Fichtenberger Hauptstraße rollen.

Diese Übergangszeit soll nun früher als vereinbart beendet werden. Das hat der Fichtenberger Bürgermeister Roland Miola am Freitag im Gemeinderat bekannt gegeben. Die Scholz AG habe zugesichert, dass die neue Zufahrt, die nach dem Gründer der einstigen Firma Schrott-Schmidt "Hans-Schmidt-Straße" genannt wurde, schon im kommenden Jahr genutzt werden soll. Die jetzige Firmenzufahrt am ehemaligen Bahnübergang Hauptstraße wird dann geschlossen.

Die Scholz-Gruppe kämpft derzeit mit schwierigen Marktverhältnissen und hat deshalb Umstrukturierungen angekündigt, die mit einem "nicht unerheblichen Personalabbau" verbunden sind, wie Vorstandsmitglied Oliver Scholz auf der Homepage der Scholz AG zitiert wird. Bisher hatte der Vorstand auch stets betont, dass Investitionen vor Ort auch selbst erwirtschaftet werden müssen.

Fichtenberg habe stets Gewinne gemacht und schreibe auch aktuell schwarze Zahlen, erklärte Geschäftsführer André Deininger jetzt auf Anfrage. Die Neustrukturierung des Geländes, die notwendig ist, um die neue Zufahrt nützen zu können, werde dennoch nicht im geplanten Umfang durchgeführt. Man wolle im Frühjahr Flächen befestigen und die Waage verlegen. Auf den geplanten Bau eines neues Verwaltungsgebäudes werde vorerst verzichtet.

Der "Optimierungsprozess", den die Zentrale in Essingen angestoßen hat, wird sich auch sonst in Fichtenberg auswirken. Man werde eine der Produktionsanlagen nach Essingen abgeben, erklärt Deininger, eine zweite Anlage werde verkauft. Einige der derzeit 90 Mitarbeiter werden künftig in Essingen arbeiten, fünf Arbeitsplätze in Fichtenberg würden eingespart.

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