Schluss mit Weihnachten

Die Christbaumsammelaktionen der Jugendfeuerwehren im Kreis haben Tradition. Am Samstag wurde wieder fleißig gesammelt. In Frankenhardt trug der Nachwuchs einen großen Berg an Bäumen zusammen.

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Der Christbaum, den Paul (12) und Laura (10) vom Wohnhaus zur Sammelstelle tragen, ist größer als die beiden Kinder zusammen. "Der ist gar nicht schwer, den könnte ich auch alleine ziehen", meint Paul. Dafür ist der Baum recht pieksig, und er verliert kräftig Nadeln. Doch die beiden Mitglieder der Frankenhardter Jugendfeuerwehr sind auf ihren Einsatz gut vorbereitet. Sie tragen ihre Allwetterausrüstung und Schutzhandschuhe und können es mit jedem noch so störrischen Tannenbaum aufnehmen.

In Begleitung der Jugendbetreuer Kristina Kühnle und Michael Kühnle laufen Paul und Laura unermüdlich durch die Gründelhardter Siedlung Bergfeld und transportieren die alten Weihnachtsbäume zu den Sammelstellen. Hier werden sie später von anderen Helfern abgeholt und zum Häckselplatz gefahren.

Rund 100 Bäume sind zur Abholung in Gründelhardt, Honhardt und Oberspeltach angemeldet. Doch am Ende werden es einige mehr sein, denn während der Sammlung stellen Nachbarn immer wieder ihre ausgedienten Weihnachtsbäume an die Straße. "Könnt ihr unseren Baum auch noch mitnehmen?", fragt ein Anwohner. Da sagen Paul und Laura nicht Nein.

Zwei Euro pro Tannenbaum

Für jeden abgeholten Baum zahlen die ehemaligen Besitzer zwei Euro. Manchmal hängt die Abholgebühr bereits am Tannenbaum, manchmal müssen die Sammler klingeln und an der Haustür kassieren. Da gibt es dann oft noch eine süße Belohnung für den Aufräumdienst. "Die Leute sind immer sehr freundlich bei unserer Sammelaktion", bestätigt Kristina Kühnle, "deshalb haben sowohl unsere Kindern als auch wir Betreuer jedes Jahr aufs Neue viel Spaß bei dieser Aktion." Der Erlös kommt schließlich wieder den 15 Kindern und Jugendlichen und ihren neun Betreuern zugute. Sie finanzieren damit einen gemeinsamen Ausflug.

"Ausflüge, Sport und Spiel haben bei der Jugendfeuerwehr einen wichtigen Stellenwert", erklärt Michael Kühne, "sie stärken das Gemeinschaftsgefühl." Bei manchen Wettkämpfen und sommerlichen Grillfesten dürfen die Feuerwehrschläuche auch mal zum Nassspritzen benutzt werden. Daneben werden den Kindern aber auch die Aufgaben der Feuerwehr in Theorie und Praxis vermittelt. "Die Jugendfeuerwehrler sollen bei unseren Übungen und Veranstaltungen Spaß haben und etwas lernen. Das Hauptziel ist, sie langfristig für die Feuerwehr zu begeistern", sagt der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart. Jedes Jahr absolvieren einzelne 17-Jährige die Grundausbildung und treten dann mit der Volljährigkeit in die aktive Wehr ein. Seit die Jugendfeuerwehr Frankenhardt vor 13 Jahren gegründet wurde, werden die Feuerwehren in Gründelhardt und Honhardt immer wieder durch ehemalige Jugendfeuerwehrler unterstützt.

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