Schlechter Untergrund: "Beeinträchtigung ist akut"

In Ammertsweiler zieht sich die vierte Großbaustelle innerhalb der Gemeinde Mainhardt bis November hin. Die Sanierungen haben Auswirkungen auf Bewohner und kleine Betriebe.

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Bis November soll die Kreisstraßensanierung in Ammertsweiler abgeschlossen sein. Der Plan hat eigentlich vorgesehen, bis September fertig zu sein. Der schlechte Untergrund erschwert die Arbeiten.  Foto: 

Schon zwölf Wochen dauern die Bauarbeiten in Ammertsweiler an. Obwohl die Sanierung laut Straßenbauamt bis Ende September beendet sein sollte, ist sie noch in vollem Gange. Bis Anfang November verlängert sich das Bauvorhaben. Der Baugrund erwies sich als schlechter als erwartet und musste aufgebessert werden. Zudem setzte die Baufirma Wolf und Müller nachträglich Zusatzleistungen um, wie beispielsweise das Verlegen von Stromleitungen.

Von der Abzweigung der B39 in den Oberweiler erstreckt sich die Baustelle über die Kreisstraße bis zum Ortsausgang in Richtung Gögelhof über 640 Meter. Die Bewohner im Oberweiler und Klippertle sind besonders von der Fahrbahnerneuerung betroffen. Darunter auch Simone Nägele, die im "Zwerglädchen" selbstgenähte Kinderkleider und Lauflernschuhe verkauft.

"Die Beeinträchtigung ist durch die Baustelle akut. Ich habe dadurch deutlich weniger Kunden", bilanziert sie. Die Vollsperrung dauerte bis Ende August, seither sind die Straßen teilweise befahrbar. Privat störe das Nägele nicht. Geschäftlich sei auch Philipp Kircher mit seinem Fahrzeug- und Teilehandel betroffen. Kircher wolle einen Beschwerdebrief an die Gemeinde schreiben, berichtet Simone Nägele. Doch wer ist dafür verantwortlich, dass die Bagger schon so lange rollen? Landkreis, Gemeinde und die Baufirma Wolf und Müller sind unter anderem am Bau beteiligt.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, feiern die Anwohner ein Straßenfest, zu dem jedes Kind ein Spielfahrzeug mitbringt. Die Anwohner sind also auch positiv gestimmt, denn die Notwendigkeit für die Sanierung ist gegeben. Ein wichtiges Anliegen der Einwohner besteht darin, eine Bushaltestelle im Ort zu haben. Die Kinder warten direkt an der Bundesstraße. In der kurzen Ortsdurchfahrt wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit oft nicht eingehalten.

Der Landkreis saniert die Kreisstraße 2583, dafür sind im Kreisstraßenbauprogramm 480.000 Euro veranschlagt. Die Fahrbahn war uneben und nicht ausgebaut. Die Gemeinde baut parallel zur Straße einen Gehweg mit LED-Straßenbeleuchtung, ein Leerrohr für die Breitbandversorgung und im oberen Bereich der B39 eine neue Wasserleitung. Die Kosten für die Gemeinde betragen rund 150.000 Euro. Die Bushaltestelle wird umgebaut und mit einem Hochboard ergänzt. Damit können ältere Fahrgäste und Kinder besser in den Bus einsteigen. Im vorderen Bereich der B39 entsteht eine kleine Grünanlage.

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