Scheinheilige Gesellschaft

Eine voll besetzte Festhalle war am Samstagabend wieder einmal Schauplatz der Jahresfeier des Großaltdorfer Gesangvereins. Bekannte Lieder und Theaterspiel kamen beim Publikum bestens an.

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Die Sängerinnen und Sänger hielten mit dem Lied "Singen macht Spaß" Einzug zum Podest. Am Klavier begleitete sie der neue Dirigent Cornelius Weller. Dieser habe frischen Schwung in den Chor gebracht, sagte Vorsitzender Roland Schlosser.

Der Chor begann mit dem Eurovisionssong "Swing the prelude". Es folgten einige große Hits des Entertainers Udo Jürgens: "Buenos dias Argentina", "Zeig mir den Platz an der Sonne" , "Ich war noch niemals in New York", "Merci Cherie" und "Aber bitte mit Sahne". Das Publikum konnte mitsingen oder summen, die Lieder waren bekannt. Eine Ode an Paris war der Song "Aux Champs-Elysees".

Wie schon im Vorjahr trat das Nachwuchs-Quartett "Eure Väter" auf und überraschte beim Musik-Kabarett mit Tipps zur Lebenshilfe auf einem sinkenden Schiff und im Altersheim. Der Gemischte Chor sang Lieder von Grönemeyer und wollte mit den Ärzten zurück nach Westerland. "Frauen sind anders, aber wir lieben sie doch", meinte der Männerchor.

Den Höhepunkt des Abends bildete das Theaterstück. Acht Laienakteure hatten auf den Dreiakter "Moral isch, wenn mers trotzdem mecht", wochenlang geübt. Sein Theaterdebut gab dabei Manuel Hamm als verklemmter Jüngling.

Der mit übertriebenem Selbstbewusstsein agierende Benno (Michael Dietz) hatte mit seinem neu eröffneten Nightclub das Leben im Dorf auf den Kopf gestellt. Das Publikum erfreute sich am Schattenboxen, an einer scheinheiligen Gesellschaft mit Schönfärberei, sowie an der allzu deutlichen Regentschaft der Frauen, die nach deren moralischen Verfehlungen von den Männern zum Schluss wieder zurecht gerückt wurde. Das Publikum sparte nicht mit Applaus für die acht engagierten Akteure und ihre Regisseurin Ute Weidinger.

Roland Schlosser ehrte zwei langjährige Laienschauspieler mit einem Präsent: Michael Dietz für sein 10-jähriges Bühnenjubiläum und Doris Vielmetter für ihr 25-jähriges Theaterjubiläum.

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