Scheidender Leiter fordert Zusammenrücken

Die Wahl der neuen Feuerwehrführung stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schrozberg. Albert Waldmann gibt sein Amt nach 20 Jahren als Gesamtkommandant ab.

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  • Bürgermeister Klemens Izsak (von links) gratuliert Roland Käpplinger, Thomas Marquardt, Jochen Östreicher, Marc Möbus, Roland Hachtel, Hermann Schmidt, Thomas Vogt, Rudolf Herrmann und Alfred Wucherer (Zweiter von rechts). Kreisbrandmeister Werner Vogel (rechts) ehrte die Feuerwehrmänner zusammen mit Stadtbrandmeister Albert Waldmann (Dritter von rechts). Fotos: Thomas Baumann 1/2
    Bürgermeister Klemens Izsak (von links) gratuliert Roland Käpplinger, Thomas Marquardt, Jochen Östreicher, Marc Möbus, Roland Hachtel, Hermann Schmidt, Thomas Vogt, Rudolf Herrmann und Alfred Wucherer (Zweiter von rechts). Kreisbrandmeister Werner Vogel (rechts) ehrte die Feuerwehrmänner zusammen mit Stadtbrandmeister Albert Waldmann (Dritter von rechts). Fotos: Thomas Baumann
  • Albert Waldmann trat nach 20 Jahren als Kommandant ab. 2/2
    Albert Waldmann trat nach 20 Jahren als Kommandant ab.
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"Ich spreche heute zum letzten Mal als Kommandant bei der Hauptversammlung, bin aber genauso aufgeregt wie vor 20 Jahren", eröffnete Stadtbrandmeister Albert Waldmann nach dem Hornsignal "Zur Übung" des Bartensteiner Hornisten Ulrich Grönsfelder die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schrozberg.

Waldmann erläuterte die technischen Veränderungen hin zur digitalen Form, die es bei der Alarmierung der Einsatzkräfte geben wird und prognostizierte, dass der seit Langem geplante Digitalfunk so schnell nicht kommen werde. Die Zustände in der integrierten Leitstelle "sind derzeit nicht hinnehmbar". Vor zwei Jahren wurden mit großem Aufwand alle Wohnplätze und Alarmierungsstichworte in ein System eingepflegt, dessen Daten heute "zerschossen" wären, so Waldmann. Das Ergebnis sei, dass die Leitstellen-Mitarbeiter heute von Hand alarmierten. "Wären die nicht so gut, ginge manche Alarmierung in die Hose", fand Waldmann kritische Worte. "Vielleicht wären wir mit einer Regionalleitstelle beispielsweise in Aalen, bei der kein Träger reinredet, besser dran?"

Zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Abteilungen, hauptsächlich bei den im Westen gelegenen Abteilungen Bartenstein, Ettenhausen und Riedbach, müssten vernünftige Überlegungen angestellt werden. Die Tagesbereitschaft sei dort gerade noch gegeben, wenn mindestens zwei Abteilungen zusammen alarmiert werden. "Männer, da heißt es: zusammenrücken", gab Waldmann die Richtung vor, über die schon lange geredet wird.

Der Brand einer Schießbude auf dem Jacobifest 2012 war nur einer der Einsätze, über den der - zu dieser Zeit noch - stellvertretende Kommandant Marc Möbus berichtete. Weitere fünf Kleinbrände galt es 2011 und 2012 zu löschen. Zu deutlich mehr technischen Hilfeleistungen, nämlich 17 im Jahr 2011 und 25 2012, mussten die Feuerwehrleute ausrücken. Zusammengerechnet kommen alle Abteilungen in den beiden Jahren auf 84 Einsätze.

Über die vielfältigen Unternehmungen der Jugendfeuerwehr und der Löschzwerge resümierte erstmals Herbert Pusch, der seit September Jugendwart ist. "2012 war ein gutes Jahr, die Anzahl der Kinder und Jugendlichen ist stabil."

Zwölf Mann, viele Feste und die Michelbacher Synagoge besucht, Verletzte bei der Übung im Pflegeheim gestellt: So beschreibt Hugo Zott als Leiter der Altersabteilung das Jahr der Feuerwehr-Senioren.

Um Geduld und Sachlichkeit bat Kreisbrandmeister Werner Vogel bei der angesprochenen Alarmierungsproblematik der integrierten Leitstelle. Der Landesverband des DRK habe sich jetzt eingeklinkt. Er gehe von einer zeitnahen Lösung der Probleme aus. Die demografische Entwicklung sorge auch in den Feuerwehren für weniger Nachwuchs, was durch die Veränderungen in der Berufswelt und den Wegfall des Wehrdienstes verstärkt würde. Umso wichtiger sieht Vogel die Arbeit der Jugendfeuerwehren.

Mit Blick auf das Ausscheiden von Kommandant Waldmann stellte Bürgermeister Klemens Izsak fest: "Wir hätten ihn gerne noch behalten und haben ihn nicht zum Aufhören gedrängt."

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