Sanierung beginnt auf dem Dach

Darauf haben die Freunde des Pahl-Museums in Gailsbach lange gewartet. Die Sanierungsarbeiten an Trakt zwei des fabrikähnlichen Gebäudes laufen seit Mittwoch. Koordinator ist Architekt Manfred Schoch.

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Handwerker mit Mundschutz bauen die asbesthaltigen Eternitplatten vorsichtig ab. Architekt Manfred Schoch (rechts) ist froh, dass es los geht. Foto: Ufuk Arslan

Das Gerüst steht seit der vergangenen Woche. Und seit Mittwoch sind auch die Glaser und Dachdecker vor Ort. "Die alten Drahtglasfenster werden gegen welche aus Isolierglas ausgetauscht", erklärt der in Mainhardt ansässige Architekt. Gleichzeitig nehmen Dachdecker die alten asbesthaltigen Eternitplatten ab und legen neue Platten. "Natürlich ohne Asbest", ergänzt der Fachmann.

Die Platten sind wie schon auf Trakt eins nicht mehr rostbraun, sondern hellgrau. Die hellen Platten würden sich im Sommer nicht so aufheizen. Spannung werde so aus dem Glas genommen. Eine Rissbildung wie bei den Drahtfenstern soll verhindert werden, führt Schoch aus. Mit Montageleisten und Dichtbändern würden die Scheiben in die Rahmen der so genannten Shed-Dächer eingesetzt. "Energetisch gesehen hat das Gebäude auch künftig viele Schwachstellen. Doch damit wird zumindest eine gewisse Wärmedämmung erreicht", so der Experte.

Freiwillige Helfer kämen bei Dach und Fenstern nicht zum Einsatz. Das sei etwas für Fachleute, auch aus Sicherheitsgründen. Schoch rechnet mit Kosten von 12000 bis 14000 Euro.

"Die Erneuerung erfolgt in Abschnitten. Es wird am Morgen nur das aufgenommen, was an einem Tag auch wieder zugemacht werden kann. Es soll ja nicht reinregnen", erläutert Schoch. Bis Ende kommender Woche sollen die Dacharbeiten abgeschlossen sein.

Eine neue Aluminiumtür baut die Firma Wulle aus Wüstenrot ein. Diese hatte auf einer anderen Baustelle der Firma nicht gepasst und wird gratis zur Verfügung gestellt.

Die Helfer vom Freundeskreis Pahl-Museum kommen in Kürze auch zu ihren Einsätzen. Die Fäden dafür laufen bei Udo Kallina zusammen. Elektrische Leitungen müssen verlegt, die Innenräume gestrichen und teilweise neu verputzt werden. Die Dämmung wird ergänzt, der Boden neu beschichtet und Bodenplatten aus Beton zwischen den Gebäudetrakten verlegt. Die Platten stammen vom Bauhof der Gemeinde. Helfer sind willkommen, bittet Architekt Schoch um tatkräftige Unterstützung. Für die Innenraumsanierung hat er zwischen 10000 und 12000 Euro veranschlagt. Das gehe aber nur so günstig, weil viele Mainhardter Firmen Material kostenlos zur Verfügung stellen würden.

Wer wissen will, welcher Betrieb die Sanierung des Pahl-Museums gesponsert hat, kann das künftig auf einer Ehrentafel nachlesen, die derzeit graviert wird.

Info Der Freundeskreis Pahl-Museum trifft sich am Dienstag, 11. Februar, um 19 Uhr in der Dorfschenke in Gailsbach. Es geht um die Aktivitäten für das laufende Jahr.

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