Sammeln und schleppen

Die Christbäume haben nun ausgedient. Entsorgt werden können sie auf den Häckselplätzen oder Sammelstellen. In manchen Gemeinden werden sie auch abgeholt - in Rosengarten etwa von der

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Feuerwehr.

Nieselregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nicht unbedingt ideale Bedingungen, um draußen zu arbeiten. Doch den Jugendlichen macht das nichts aus. Jennifer Bauer, Chayenne Schreyer, Hannah und Ruth Kettemann und Tristan Stachel (alle zwölf Jahre alt) sind in Tullau unterwegs. Sie sind warm eingepackt und haben feste Handschuhe gegen die piksenden Nadeln.

An Weihnachten waren Christbäume der Mittelpunkt in Wohnzimmern: festlich geschmückt, glitzernd, leuchtend. Nun haben sie ausgedient. Manche nadeln bereits, andere stehen noch voll im grünen Kleid. Da bleibt die Frage der Entsorgung. Das geht auf einem der Häckselplätze, die es in jeder Gemeinde gibt. Im Einzugsgebiet der Stadt Hall gibt es sogar vier: Im Teurershof, in Erlach, in Bibersfeld und in Sulzdorf. Mancherorts bieten Vereine und Gruppen einen Abholservice gegen eine Spende. In Rosengarten erledigt das eben die Jugendfeuerwehr.

Entdecken die Jugendlichen einen Baum, wird losgesprintet. "Nicht alle auf einmal. Ihr müsst euch eure Kräfte noch einteilen", mahnt Andreas Kraus, einer der Jugendbetreuer. Denn die Sammelaktion wird sich über einige Stunden hinziehen. Nach Tullau stehen noch Raibach und ein Teil Uttenhofens an. Insgesamt hat sich die Jugendfeuerwehr mit Unterstützung der Aktiven in vier Gruppen aufgeteilt, um alle Teilorte abzufahren.

Schon bald füllt sich der Hänger. Abgeladen wird bei einem Bauern in der Gemeinde, der die Bäume verheizen wird. Was passiert aber mit den Bäumen, die auf dem Häckselplatz landen? Die kommen in den Häcksler, berichtet Karin Speck, Abfallberaterin vom Landratsamt. Die Hackschnitzel würden dann in Biomasse-Kraftwerken als Brennstoff eingesetzt. "Wir bitten daher vorab die Bürger, ihre Bäume auch wirklich abzuschmücken."

Tristan, der einzige Junge in der Gruppe, fühlt sich unter den Mädchen nicht unwohl. Er hat die wichtige Aufgabe, die Geldspenden einzusammeln und zu hüten. Leider hängt nicht an jedem Baum etwas dran. "Das finde ich immer sehr schade. Da geben die Leute im Schnitt 25 Euro für den Baum aus und haben dann nicht mal einen Euro für die Jugendarbeit der Feuerwehr übrig", beschwert sich Jörg Schlagenhauf, der zur aktiven Feuerwehr gehört.

Manche hängen dafür sogar fünf Euro an den Baum und bedanken sich noch persönlich bei den Jugendlichen. Die haben nach kurzer Zeit schon rote Backen und schnaufen. Da entdecken sie schon die nächsten Christbäume am Straßenrand und rennen wieder los.

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