Rund 580000 Euro erwirtschaften

Über die Investitionen - also den Vermögenshaushalt - für 2015 haben die Untermünkheimer Gemeinderäte schon entschieden. Nun haben sie auch noch die Eckdaten des Verwaltungshaushalts abgesegnet.

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Der Sperbersbach verschwindet auf Höhe des Lebensmittelmarkts in Untermünkheim unter der B19. Diese Verdohlung soll 2015 gerichtet werden.  Foto: 

Kämmerer Daniel Sommer stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats das Zahlenwerk vor, wie es später im Haushaltsplan 2015 erscheinen soll. "So können Sie jetzt noch Änderungen einbringen", erklärte Bürgermeister Christoph Maschke. Der letzte Schritt also, bevor das seitenlange Buch gedruckt werde.

Sommer ging zunächst auf die Einnahmen im Verwaltungshaushalt ein, in dem der laufende Betrieb der Kommune festgehalten wird. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer wird 2015 auf 1,511 Millionen Euro steigen - 2014 lag er noch bei 1,437 Millionen Euro im Planansatz. "Er wird alle drei Jahre neu festgelegt. 2015 auch", so der Kämmerer. Dies ist auch der größte Posten bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt, gefolgt von den Gebühren und Entgelten, die rund eine Million Euro ausmachen werden. Die Schlüsselzuweisungen vom Land bescheren der Gemeinde Untermünkheim rund 150000 Euro mehr Geld und landen mit 983100 Euro auf Platz 3 im Einnahme-Ranking.

Dafür sinken allerdings die Zuweisungen und Zuschüsse vor allem im Bereich des Kindergartens: Bekam Untermünkheim 2014 noch 463200 Euro, sind es in diesem Jahr nur 391000 Euro. "Wir haben zum Stichtag weniger Kinder und die Wichtung durch das Land hat sich geändert", so erklärte dies Sommer.

Die Einnahmen aus Gewerbesteuer hat er wie im Vorjahr auf rund 900000 Euro angesetzt - vor allem auch, weil sich dieser Posten konjunkturabhängig mit Verzögerung verändere. Das ergibt unter dem Strich Einnahmen von 7,42 Millionen Euro im Vermögenshaushalt.

Bei den Ausgaben ist es vor allem das Personal, das zu Buche schlägt: Die Kosten steigen gegenüber dem Vorjahr von 1,839 Millionen Euro auf 1,938 Millionen Euro. "Wir haben eine zusätzliche Mitarbeiterin im Kindergarten", sagte Sommer.

Zweitgrößter Posten bei den Ausgaben: die Kreisumlage, die mit rund 1,002 Millionen Euro rund 10000 Euro niedriger als 2014 liegt. Was steigt, sind die Ausgaben für Gebäudeunterhaltungen - von 27800 Euro auf 68500 Euro. Davon soll unter anderem die Renovierung der Toiletten in der Schule bezahlt werden. In die Unterhaltung der Grundstücke, davon vor allem in die der Straßen und Wege, steckt Untermünkheim 80000 Euro mehr - nämlich 241500 Euro.

Bleiben 578200 Euro (2014: 548700 Euro) weniger Ausgaben als Einnahmen. Das Geld wird dem Vermögenshaushalt zugeführt, aus dem gemeinsam mit anderen Mitteln die Kommune ihre Investitionen tätigt - wobei 116900 Euro für Kredittilgungen drauf gehen.

Gemeinderat Rainer Kircher warf ein, dass man den Sportplatz im Steinach im Visier behalten solle. Bürgermeister Maschke erklärte, dass dieser sich so entwickle, das man später etwas mehr Geld für die Sanierung in die Hand nehmen müsse. "Die Verschuldung und die Zinslast steigen. Das wird uns belasten und Handlungsspielräume schmälern", erklärte Gemeinderat Peter Busch. Es müsse aber in den nächsten fünf Jahren investiert werden, weil man als Schwerpunktgemeinde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum nun höhere Zuschüsse kassiere. Er bat die Verwaltung, den Haushalt trotzdem nochmals auf Sparpotenziale zu prüfen. "Und dann 50000 oder 100000 Euro in die Rücklage zu bringen. Das könnten wir schaffen", so Busch. Ansonsten war das Gremium mit Sommers Zahlen zufrieden.

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