Rot am See: Gemeinderat stimmt Etat zu - 3,5 Millionen Euro für Investitionen

Der finanzielle Fahrplan der Gemeinde Rot am See steht fest: In seiner jüngsten Sitzung billigte das kommunale Parlament einstimmig den Haushalt 2013 mit einem Volumen von rund 16 Millionen Euro.

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Auf der Projektliste für das Jahr 2013 steht bei der Gemeinde Rot am See auch der Anschluss des Teilorts Hegenau (Bild) an die Brettheimer Kläranlage. Das Vorhaben für das Dorf in der Landwehr kostet rund 502 000 Euro. Foto: Harald Zigan

Schon seit Jahren betreibt Rot am See eine Kommunalpolitik mit Augenmaß: Die Schulden und ihren Abbau im Blick und stets noch Luft für Investitionen, die die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde nicht sprengen. Diese Strategie prägt auch den Haushalt für das Jahr 2013, über dessen Details das HT schon berichtet hat.

Für Investitionen stehen heuer rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sanierung von Siedlungsstraßen im Mutterort, ein neuer Kunstrasenplatz für das örtliche Stadion, der Anschluss des Teilorts Hegenau an die Kläranlage und eine neue Linksabbiegespur vom Baugebiet "Taubenrot" in die Landesstraße 1040 bei Musdorf stehen dabei an vorderster Stelle.

Die Projekte können allerdings nicht ohne neue Schulden (450.000 Euro) realisiert werden. Gleichzeitig werden 145.000 Euro bei den Darlehen getilgt. Somit steht Rot am See am Jahresende mit 2,4 Millionen Euro in der Kreide - eine Pro-Kopf-Verschuldung von 466 Euro, mit der auch die Gemeinderätin Susanne Nicklas-Bach im Vergleich zu anderen Kommunen (der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 1700 Euro) "gut leben kann angesichts von vielen Investitionen".

Bei ihrer Analyse des Etats, die in Rot am See traditionell von einem wechselnden Mitglied des Gremiums vorgenommen wird, hob die Kommunalpolitikerin aus der Fraktion "Allgemeine Wähler-Vereinigung/CDU" die "gute Weiterentwicklung der Gemeinde" mit den Vorhaben des Jahres 2013 hervor - wobei man eine "gute Finanzpolitik auch künftig nicht aus den Augen verlieren darf".

Andernorts, so Susanne Nicklas-Bach weiter, "müssen bestimmte Kommunen schon mit Zuzugsprämien neue Bürger anlocken - zu uns kommen die Menschen auch so, weil sie eine liebens- und lebenswerte Gemeinde schätzen".

Ein großes Lob zollte die Gemeinderätin dem großen Einsatz von Schule und Rathaus für die Genehmigung einer Gemeinschaftsschule in Rot am See: Die neu formierte Bildungsstätte werde die Gemeinde noch attraktiver machen.

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