Rot am See verabschiedet Pfarrer nach 14-jähriger Amtszeit

Mit einem Festgottesdienst in der voll besetzten Martinskirche und Grußworten im übervollen Gemeindehaus hat die evangelische Gemeinde Rot am See ihren langjährigen Pfarrer Uwe Langsam verabschiedet.

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Der zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde, Norbert Könninger (rechts), bedankte sich beim Ehepaar Langsam für die gute Zusammenarbeit. Privatfoto

Der Gottesdienst wurde festlich mit einem Orgel-Vorspiel der Bezirkskantorin Stefanie Pfender eröffnet. Nachdem der Kirchenchor der Gemeinde das Lied "Ihr seid das Salz der Erde" unter der Leitung von Svetlana Granson vorgetragen hatte, konnte Pfarrer Tobias Feldmeyer, ein Freund der Familie Langsam, aus Gelbingen viele bekannte Gesichter in der Kirche begrüßen. Er selbst war bis 2008 Vikar in Rot am See gewesen. Ein Musikstück der Flötengruppe unter der Leitung von Waltraud Armoneit und weitere Gesangstücke verliehen dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen. Mit Worten zur Jahreslosung 2013 "Wir haben hier keine bleibende Stadt. . ." und vielen guten Wünschen für die Aufgaben und Herausforderungen an der Johanneskirche in Crailsheim beendete Feldmeyer seine Predigt.

Im Anschluss wurde die Verabschiedungsfeier im Gemeindehaus mit vielen Grußworten fortgesetzt. Dekan Siegfried Jahn äußerte, dass er mit großem Bedauern von den Plänen über einen Stellenwechsel Kenntnis genommen hatte. Langsam war bekannt für seine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und neue Impulse und Ideen in die Gremien einzubringen. Er bedankte sich auch mit einem Blumengruß bei Pfarrersgattin Britta, die ihren Mann in den 14 Jahren unterstützt hat. Mit einem Buchgutschein bedankte sich der Kirchenbezirk für die gute Zusammenarbeit.

Auch Bürgermeister Siegfried Gröner überbrachte gute Wünsche von der bürgerlichen Gemeinde und betonte ebenfalls die gute und unkomplizierte und auch freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune. Er überreichte ebenfalls neben einem Weinpräsent einen Büchergutschein. Pfarrer Langsam ist bekannt dafür, dass er gerne und viel liest. Als Sprecher für die Pfarrer des Distrikts und als geschäftsführender Pfarrer für Rot am See während der Zeit der Vakatur überbrachte Pfarrer Norbert Seibold aus Hausen am Bach seine Glückwünsche in Reimform. Auch er betonte, dass er während seiner Ausbildung in Sachen Religionsunterricht die aufmunternden Worte und Hilfestellungen von Langsam sehr zu schätzen wusste. Langsam durfte einen weiteren Büchergutschein sein Eigen nennen.

Mitarbeiterschulungen, Konficamp, Kirchenkino und vieles mehr

Pater Shiju Mathew von der katholischen Kirchengemeinde war der nächste Redner, der den Pfarrer ebenfalls als offenen und hilfsbereiten Mitstreiter im Reich Gottes kennenlernen durfte. Er selbst wurde vor knapp einem Jahr in Rot am See in sein Amt eingesetzt und schätze die gegenseitige Arbeit bei ökumenischen Gottesdiensten. Auch er brachte ein Buchgeschenk mit, was dann doch für einige Lacher bei den Gästen sorgte. Erfrischend waren die Dankesworte von Ulrich Hanselmann als Vertreter des evangelischen Jugendwerks Blaufelden. Er hob die vielen gemeinsamen Ideen und Aktionen hervor, die mit viel persönlichem Einsatz auch umgesetzt werden konnten: Mitarbeiterschulungen, Konficamp, Kirchenkino, aber auch das Maislabyrinth in Hilgartshausen. Aus Letzterem resistierte auch die Idee für ein passendes Geschenk zur Verabschiedung. Die Bank aus einstmals landwirtschaftlichen Gerätschaften zur Bestellung des Ackers ist sicherlich ein bleibendes Erinnerungsstück an die Zeit als Bezirksjugendpfarrer in Blaufelden.

Beeindruckend waren die Grußworte des Pastoren-Ehepaars Sam und Alisha Krauter von "Ekklesia", die derzeit in Australien sind und ihre Wünsche für die Zukunft via Videobotschaft übermittelten. Als Vertreter für alle Vereine aus Rot am See trat Martin Heim ans Rednerpult und konnte sich den Kommentar nicht verwehren, dass er auch mit einem lachenden Auge an Pfarrer Langsams Wechsel denken kann. Er wohnt seit drei Jahren in Crailsheim und ist somit wieder im Seelsorgebezirk von Langsam. Damit dieser künftig in den Tempo-30-Zonen mit seinem Fahrrad nicht zu schnell unterwegs ist, bekam er einen Fahrradtacho geschenkt.

Letzter im Bund der Redner war der stellvertretende Vorsitzende der Kirchengemeinde, Norbert Könninger. Er bedankte sich unter anderem mit einem Blumenstrauß bei Britta Langsam für die Aufgaben in Gruppen und Kreisen und für ihre Orgeldienste. Er schenkte dem Ehepaar einen Gutschein zur Teilnahme an einem Krimi-Dinner. Außerdem überreichte er Pfarrer Langsam noch zwei für ihn zusammengestellte Verabschiedungsmappen. Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde, sowie viele Freunde, Nachbarn und Bekannte hatten sich darin mit individuell gestalteten Erinnerungsblättern verabschiedet.

In gekonnter Weise und wie immer frei und ohne große Vorlage verabschiedete sich dann zu guter Letzt auch Pfarrer Uwe Langsam von allen, die ihn auf seinem Weg in den vergangen 14 Jahren in der Gemeinde begleitet haben.

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