Rosarote Träume verwirklicht

Sehr persönlich haben die beiden jungen Leute aus Schwäbisch Hall ihren Bungalow in der Vellberger Kreuzäckersiedlung eingerichtet. Beide schätzen die gute Infrastruktur.

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"Eigentlich wollte ich auf gar keinen Fall aufs Land", erzählt Ramona Bratz. Sie wäre gern in Hall geblieben, wo sie ihr ganzes Leben verbracht hat - immerhin fast 35 Jahre. Ohne ihre beiden Katzen und die Hündin Ronja hätten sie dort sofort eine passende Wohnung gefunden. Aber wenn sie die Tiere erwähnten, sei immer sofort ein "Nein" vom Vermieter gekommen. "Dann sind wir auf die Idee gekommen, zu bauen", berichtet ihr Mann Oliver. Doch in Schwäbisch Hall war ihnen der Baugrund zu teuer.

Die Wahl fiel schließlich auf Vellberg. Dort hat sich Ramona Bratz trotz ihrer anfänglichen Vorbehalte ganz schnell eingelebt, berichtet sie. Die Lage zwischen Hall und Crailsheim gefällt beiden. "Es gibt fast alles hier, Eisdiele, Friseur, Lebensmittelgeschäfte - da braucht man gar nicht nach Hall", stellt die Mitarbeiterin vom Facility Management der Bausparkasse fest. Auch mit ihrem Bauplatz sind sie zufrieden. "Mir gings hauptsächlich ums Schneeschippen. Das hat sich bei unserem Grundstück erledigt, weil der Gehweg der Stadt gehört", erklärt die Tierfreundin. Andernfalls müsste das jemand für sie übernehmen, weil beide in Vollzeit arbeiten. Ein weiterer Vorteil von Vellberg ist, dass sie hier mit ihren Vierbeinern nicht auffallen: "Hier hat jede zweite Familie einen Hund", hat Ramona Bratz festgestellt. Und außerdem kann sich ihre Mutter, die in Talheim wohnt, tagsüber um den Hund kümmern.

Bis die beiden im vergangenen Dezember eingezogen sind, hat Oliver Bratz unzählige Stunden auf der Baustelle verbracht. Dank seiner handwerklichen Fertigkeiten (der gelernte Flaschner arbeitet in der Firma seines Vaters) hat er viel selber gebaut: Den Fußboden samt Heizung, die komplette Sanitäreinrichtung, ebenso wie die Lüftungsanlage und die Dachrinnenkonstruktion hat er übernommen. Im späteren Garten wartet noch Arbeit auf ihn: "Den Zaun und das Pflaster werde ich wohl auch selber machen", meint der 32-Jährige.

"Ich bin für die Ideen zuständig und mein Mann für die Ausführung", meint Ramona Bratz und lacht. Sie hat ein Faible für Möbel aus der Gründerzeit. Im Wohnzimmer steht beispielsweise ein Vertiko, ein halbhoher Zierschrank mit zwei Türen und einer darüber liegenden Schublade. An der Wand gegenüber hat die kreative Frau einen antiken Schrank mit Glastüren aufgestellt. An der Decke hängen Glaslüster, die durch Stuckrosetten besonders gut zur Geltung kommen.

Auch den großen Abzug über dem freistehenden Herd ziert ein Stuckornament. Die Unikate haben die beiden über Ebay ersteigert oder auf Flohmärkten gefunden und über viele Jahre gesammelt. "Gut, dass ich als Firmenwagen ein Busle zum Transport habe", meint Oliver Bratz.

Akzente setzt seine Frau mit ihrer Lieblingsfarbe Rosa: Der Kühlschrank, die Spülmaschine und einige Küchenutensilien sind rosa, ebenso wie der hölzerne Esstisch mit gedrechselten Beinen. Im Eingangsbereich dient ein antikes Türblatt mit seinen alten Beschlägen als Schlüsselbrett und Aufbewahrungsmöbel für Hundeleine und Hundegeschirr. Die künstlerisch begabte Frau hat ihm mit einem rosa Anstrich und anschließendem Schleifen eine besondere Patina verliehen.

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