Rock-Festival: Stück Weltruhm in Ingersheim

Der SV Ingersheim feierte mit der fünften Dynamite Night ein kleines Jubiläum. Vier Bands spielten besten "Metal made in Germany".

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"Grave Digger" heizen in der vollen Sporthalle den Fans ein.  Foto: 

Dem Crailsheimer Stadtteil Ingersheim fehlen mit knapp 1500 Einwohnern nur etwa 400, um so groß zu sein wie der norddeutsche Ort Wacken. Und doch ist der viel bekannter. Das liegt am "Wacken-Open-Air", dem größten Heavy-Metal-Festival der Welt. Am Samstag konnten sich die Ingersheimer aber auch mal so groß fühlen, wie die Wackener: Denn mit der Band "Grave Digger" spielte ein Stück dieser Weltgröße in der Sporthalle und lockte viele Fans.

Zur fünften Dynamite Night lud der Sportverein unter der Überschrift "Metal made in Germany" außerdem die Bands "ELA", "Stormwitch" und "Kissin" Dynamite" ein; und vermischte damit die Grenzen zwischen Heavy Metal und Hard Rock. Die Bands sorgten für eine Stimmung, die nicht nur den Fans solcher Musik gefallen hat. So füllten zum kleinen Jubiläum über 900 Besucher die Halle. Doch auch wenn auf dem Parkplatz der Sporthalle eine Frau den Eindruck erweckt, das Konzert sei ausverkauft und Neuankömmlinge nach übrigen Tickets fragt - an der Abendkasse gibt es noch Restkarten.

Zu Recht erschöpft

So früh wie bei keiner der vorigen Dynamite Nights war die Halle voll - und nachdem um 19.30 Uhr "ELA" den Auftakt machte, waren gegen 21 Uhr schon die ersten beiden Säfte zum Mischen der Drinks aus. Den rockigen Beginn von "ELA" führte "Stormwitch" weiter. Die Lichtshows wurden immer ausgefeilter und der technische Höhepunkt war mit "Kissin" Dynamite" erreicht, die mit Licht- und Bühneneffekten ihre Musik unterstützten. Ihr Motto "Money, Sex & Power" zeigen die durchweg oberkörperfrei auftretenden Musiker in ihrem Lied "I will be King", bei dem Sänger Andreas Mück im Hermelin-Umhang über die Bühne tanzt. Die Band macht den Übergang vom Rock zum Metal und bereite die Besucher fürs große Finale vor. Um halb zwölf kam der Moment, auf den die meisten Gäste spürbar gewartet hatten. Der Tod tritt vors Publikum und verbeugt sich ehrfürchtig - es ist der verkleidete Keyboarder von "Grave Digger", dem seine Mitstreiter folgen. Mit "Scotland United" beginnen sie ihren Auftritt - und das Publikum singt vom ersten Moment mit Sänger Chris Boltendahl. Nur als die Fans auf den Sänger der Band reagieren sollten, waren sie etwas schwerfällig. Sie hatten aber auch schon vier Bands hinter sich. Und am Schluss waren sie zu Recht erschöpft - bei diesem durch und durch gelungenen Jubiläum.

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