Robert Fischer deutlich bestätigt

Mit einem Stimmenanteil von 85,5 Prozent hat Amtsinhaber und Diplomverwaltungswirt Robert Fischer gestern die Bürgermeisterwahl in Kreßberg haushoch gewonnen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,4 Prozent.

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Auch wenn er nicht wirklich Zweifel an seiner Bestätigung hatte, ein gewisses Kribbeln war anscheinend doch allemal gegenwärtig. Es geht ja um mehr als um den Wahlsieg, bekannte Kreßbergs alter und neuer Bürgermeister Robert Fischer gestern im Gespräch mit dem HT. "Es geht um die Wahlbeteiligung und darum, wie klar man gegen einen Gegner vorn liegt, der gar nicht erst zum Wahlkampf hier aufgetaucht ist." 13,0 Prozent entfielen auf diesen Widersacher, den Namensvetter Andreas Fischer aus Berlin - ein kleiner Achtungserfolg.

"Wie auch immer es ausgeht, ein Fischer dürfte vorne liegen", scherzte noch um kurz vor 18 Uhr ein Wahlhelfer. Dann allerdings ging es ratzfatz. Bereits um 18.37 Uhr verkündete Hauptamtsleiterin Birgit Macho das vorläufige amtliche Ergebnis - unter dem Beifall der zahlreichen Gäste, die sich mittlerweile im Ratssaal eingefunden hatten.

So bekundeten nicht nur die Kollegen aus dem Landkreis ihre Solidarität mit Robert Fischer, auch von jenseits der Grenze nach Bayern waren Schulzen angereist. Dazu gesellte sich mit Carolin I. die Apfelkönigin der Fränkischen Moststraße, die bekanntlich unter Fischers Ägide inzwischen auch Kreßberg als erste baden-württembergische Kommune hinzugewonnen hat. Eine zünftige Hausbar mit Produkten der "Moststraße" sowie eine Flasche weißrussischen Wodka gab es als Geschenke für den deutlich bestätigten Bürgermeister, der ja seit Langem zu den Unterstützern der Weißrusslandhilfe zählt. Sein Mitstreiter Konrad Linke hatte für ihn - frisch aus Ilshofen - Käse und Rauchfleisch mitgebracht, "damit der Robert nicht vom Fleisch fällt".

Nachdem Fischer den Sonntag noch mit einem Krankenbesuch, bei der Feuerwehr und beim Eisweiherfest verbracht hatte ("Business as usual"), schien er offenbar tatsächlich erst nach dem Endresultat von einer gewissen Last befreit. Vor acht Jahren, bei seiner ersten Wiederwahl, hatte er ein schwächeres Ergebnis eingefahren. Damals war Gegenkandidatin Kerstin Westerfeld auf 21,0 Prozent gekommen, auf Robert Fischer waren 77,1 Prozent entfallen.

Seine 85,5 Prozent heuer lesen sich da doch recht komfortabel. Immerhin lag die Wahlbeteiligung im Januar 2005 noch bei 56,9 Prozent. Sein bestes Resultat fuhr Robert Fischer diesmal in Marktlustenau ein, sein schwächstes unter den Briefwählern. "Ich bin zufrieden", kommentierte der Wahlsieger, dem das Ende des (kurzen) Wahlkampfs gerade recht gekommen zu sein schien. Seine Stimme jedenfalls war gestern ziemlich angeschlagen.

19 "sonstige" Kreßberger listet das aktuelle Wahlergebnis auf, darunter mit Gerald Küstner und Otto Schwarz zwei "Kandidaten" mit jeweils gar drei Stimmen. Und ein letztes Wort zu den "Fischers": Unter die ungültigen Stimmen hatte doch tatsächlich ein Scherzbold einen "Fischers Fritze" gemischt. . .

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Kommentare

28.01.2013 11:39 Uhr

Glückwunsch an den Nein Kandidaten

Wer wissen will, wie es wirklich aussieht, wenn ein Bürgermeister in seinem Amt bestätigt wird, sollte mal kurz nach Loßburg blicken: der selbe Wahlabend und eine fast identische Stiuation, also ein Bürgermeister der wiedergewählt werden möchte und ein Kandidat der Nein-Partei, der einfach nur den Bürgern eine Möglichkeit geben will, nein zum Bürgermeister zu sagen.

Das Ergebnis in Loßburg: nur 1,7% für den Nein Kandidaten, 97,6 % für den amtierenden Bürgermeister bei einer Wahlbeteiligung von über 47 %

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.lossburg-konkurrenzlos-auf-den-chefsessel.bec79119-289e-4700-903d-62e8d8538bdc.html

Mein Glückwunsch für ein super Wahlergebnis geht daher an Andreas Fischer, der dafür nicht mehr sagen musste als Nein, während Robert Fischer gerne die große Rede schwingt.

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