Regionale Schulplanung läuft an

Welche Schulen mittelfristig bestehen bleiben können, soll in der regionalen Schulplanung festgelegt werden. "Wir werden alle Partner an einen Tisch holen", verspricht Schulamtsdirektorin Ursula Stock.

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Blick in ein Klassenzimmer in der Bühlertanner Werkrealschule. Rege beteiligen sich die Kinder am Unterricht. Archivfoto: Ufuk Arslan

Weiterführende Schulen (Haupt-, Werkreal- und Realschulen) sollen mindestens 40 Schüler pro Klassenstufe aufweisen; die Mindestklassenstärke liegt bei 16 Schülern. Gymnasien sollen 60 Schüler pro Klassenstufe haben. Diese Vorgaben hat Kultusminister Andreas Stoch am Mittwoch bekannt gegeben. Mit diesen Parametern steigt nun das Schulamt in Künzelsau in die Planung ein, berichtet Schulamtsdirektorin Ursula Stock. "Wir freuen uns über diese klaren Vorgaben", sagt die Pädagogin, "wir werden allerdings die Schulen nicht ad hoc unter diesen Gesichtspunkten betrachten." Die regionale Schulentwicklung werde nicht übers Knie gebrochen.

Klar sei aber , dass Schulen nicht auf Dauer mit Zweier- oder gar Dreierkombiklassen betrieben werden können. Diese Schulen wurden bereits vor den Osterferien angeschrieben, berichtet Stock. Die Gespräche mit den Schulen und Schulträgern laufen. "Wir sind ja dauernd im Gespräch", sagt Ursula Stock.

Während die Landesregierung nun die Schulentwicklung als Gesetz ausarbeiten muss, will das Schulamt mit dem Regierungspräsidium (RP) parallel Raumschaften und ein Grobkonzept festlegen. Eine Raumschaften könnte etwa das Bühlertal sein, mit den Gemeinden Obersontheim, Vellberg, Bühlertann, Bühlerzell und Rosenberg. Der Termin für das Gespräch mit dem RP ist für Ende Juni festgelegt. Für September hat das Schulamt eine Klausurtagung terminiert, dabei soll amtsintern diskutiert werden. Im Anschluss steht das Gespräch mit Schulen und Schulträgern an.

"Die Entwicklung geht hin zu einem zwei-Säulen-System", sagt Ursula Stock. Neben den Werkreal- und Gemeinschaftsschulen werden sich nach ihrer Einschätzung auch die Realschulen erhalten. "Einige Realschulen noch stärker mit dem Problem der Heterogenität konfrontiert", also damit, dass in den Klassen Schüler mit Hauptschulempfehlung sitzen, wie auch mit einer Empfehlung fürs Gymnasium oder für die Realschule. "Das wird die Lernkultur in den Realschulen verändern." Diese müssten einen ähnlich differenzierten Unterricht anbieten, wie die Gemeinschaftsschulen. Ein Vergleich, wie gut die Gemeinschaftsschulen im Vergleich zu Realschulen arbeiten, sei erst in sechs Jahren möglich, wenn die Schüler die Prüfung abgelegt haben.

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