Rechtssicherheit hat Priorität

Struktur und Entwicklung der Feuerwehr verhandelte am Freitag der Fichtenberger Gemeinderat. Die Vorarbeit hatte der Feuerwehrausschuss geleistet.

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Vielleicht wirds ja jetzt was mit dem Kompressor. Das Gerät, das die Fichtenberger Feuerwehr unter anderem benötigt, um das Löschfahrzeug einsatzbereit zu halten, röchelt wohl schon wieder asthmatisch und zieht auch Wasser. Eine halbe Minute benötige das Gerät, bis man die Bremse lösen könne, sagt ein Feuerwehrvertreter im Gemeinderat. Bürgermeister Roland Miola aber guckt streng und meint, neulich hätts schneller geklappt. "Will ich nur sagen."

Dann aber lässt er sich vom Gemeinderat ermächtigen, eine Lösung zu suchen, die auch der Feuerwehr entgegen kommt. Die wollte nämlich schon vor zwei Jahren einen Schnitt machen und statt der billigen Geräte, die alle zwei bis drei Jahre den Geist aufgeben, einen Kompressor anschaffen, der zuverlässig läuft und an den man nicht ständig sorgenvoll denken muss. Man werde nun überlegen, erklärt Miola, ob man den kleinen Kompressor zurückgeben und dafür einen großen beschaffen könne. Alternativ müsse man über eine Entwässerung nachdenken.

Es ist nicht die einzige offene Frage, die den Feuerwehrausschuss umgetrieben und nun auch den Gemeinderat beschäftigt hat. So möchte die Wehr einen Wärme-Gewöhnungscontainer auf dem Gelände der alten Kläranlage aufstellen. Allerdings muss noch geklärt werden, wer das Gerät rechtssicher abnehmen kann.

Das Gleiche gilt für die provisorischen Führerscheine. Eine Ausnahmeregelung sieht zwar vor, dass Feuerwehrleute mit einem Führerschein für schwere Fahrzeuge ihre Kameraden als Ersatzfahrer schulen dürfen, sodass diese in Ausnahmefällen das Fahrzeug lenken können. Die Versicherungsfrage sei aber noch offen, erläuterte Miola.

Geklärt werden muss auch noch, ob die Feuerwehr das Alte Spritzenhaus für ihre Zwecke umbauen kann und welcher Art die Meldeempfänger sein werden, die für die digitale Alarmierung beschafft werden müssen. In beiden Fragen werde man sich an Kreisbrandmeister Jürgen Mors wenden, kündigte Miola an. Mit Mors soll auch über eine Änderung der Jugendfeuerwehrsatzung gesprochen werden. Dabei geht es um das Aufnahmealter. Bisher liegt es bei zwölf Jahren, gesetzlich ist es aber möglich, bereits mit acht Jahren einzutreten.

Beschlossen wurde, dass der neue Mannschaftstransportwagen MTW entsprechend den Richtlinien für 1600 bis 1800 Euro beschriftet werden kann - ohne diese Beschriftung werden keine Zuschüsse gewährt. Auch für die Beschriftung des Löschfahrzeuges LF 15/12 soll ein Angebot eingeholt werden. Der alte MTW wird übrigens meistbietend verkauft. Die Angebotsfrist endet am Mittwoch.

Der Wunsch der Feuerwehr nach einer neuen Gastroküche hingegen wird Gegenstand der Haushaltsberatungen werden. Sie wird mit Kosten in Höhe von 7000 bis 8000 Euro zubuche schlagen. Eine Luxusausgabe ist es nicht: Die alte Küche stammt noch aus dem Jahr 1984 und dürfte mittlerweile reif fürs Museum sein.

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