Rebekka Kümmerer (16) aus Schrozberg bevorzugt fair gehandelte Lebensmittel

Fair gehandelte Lebensmittel sind meist teurer als die Massenware aus dem Supermarkt. Dafür kann man sie guten Gewissens einkaufen, ist Rebekka Kümmerer aus Schrozberg überzeugt.

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Jeden ersten Samstag im Monat vertritt Rebekka Kümmerer ihren Pfadfinder-Stamm "Santiago Schrozberg" auf dem dortigen Bauernmarkt, aber auch an Kirchenfesten oder auf Weihnachtsmärkten. Die Pfadfinder verkaufen fair gehandelte Ware, zum Beispiel Schokolade, Kaffee, Tee, getrocknete Früchte und manchmal auch Kunsthandwerke, die aus Asien oder Afrika kommen. Der Erlös geht einerseits an Dritte-Welt-Länder, andererseits an die Pfadfinder.

"Natürlich kosten diese Produkte und Lebensmittel mehr als die übliche Supermarktware", erzählt die 16-jährige Schülerin. "Dafür wurden sie fair gehandelt. Somit besteht die Sicherheit, dass die Bedingungen, unter denen die Menschen für diese Lebensmittel arbeiten mussten, auch gerecht sind."

Die verschiedenen Produkte werden entweder in Katalogen oder auf sogenannten Weltmärkten eingekauft. So ein Markt ist wie ein Einkaufsladen aufgebaut und findet sich in verschiedenen Städten. Die größten Firmen, die solche fair gehandelten Produkte verkaufen und mit einem Siegel kennzeichnen, heißen "GEPA" (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) und "DWP" (Dritte-Welt Partner).

"Ein Euro mehr tut uns nicht weh"

"Die Siegel geben mir die Sicherheit, dass die Produkte, die wir weiter verkaufen, wirklich fair gehandelt wurden", sagt Rebekka. "Das Tolle daran ist, dass man ärmeren Menschen hilft und sie unterstützt. Dieser eine Euro mehr für ein Produkt tut uns nicht weh und bringt den Menschen in den armen Ländern viel mehr. Zwar kaufe ich nicht ausschließlich Fairtrade-Ware, ich versuche aber des Öfteren darauf zu achten. Zudem gibt es auch manches, was mir besser schmeckt, wie zum Beispiel die getrockneten Mangos."

Rebekka ist überzeugt, dass noch viel mehr Jugendliche solche Fairtrade-Projekte unterstützen könnten - indem sie beispielsweise in der Schule nachfragen, ob in den Pausen auch fair gehandelte Lebensmittel angeboten werden können. "Auch an unserer Schule gab es in den großen Pausen des öfteren Fairtrade-Ware zu kaufen. Das kam bei den meisten Schülern sehr gut an."

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Fairtrade"?

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