Rauchmelder warnen vor Erstickungstod Feuerwehren weisen auf Lebensretter hin

Heute ist der Tag der Rauchmelder in Deutschland. Dass die Geräte Leben retten können, indem sie - auch nachts - mit Pieptönen Feuer melden, ist vielen bekannt. Trotzdem fehlen sie in vielen Häusern noch.

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Der Gerabronner Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm schützt sein Familie mit Rauchmeldern. Laut Umfrage des Kreisfeuerwehrverbands haben nicht alle Rathauschefs die Geräte zu Hause installiert. Foto: Baumann

Auch die Feuerwehren im Landkreis nutzen diesen Freitag dazu, um über die Rauchmelder zu informieren - nicht aus eigenem Interesse, sondern um Leben zu retten. Alfred Fetzer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Schwäbisch Hall und Kommandant der Feuerwehr Rot am See, nennt ein dramatisches Beispiel: "Ein 58-Jähriger starb am vergangenen Samstag im Gerabronner Ortsteil Elpertshofen. Die Todesursache war eine Rauchvergiftung." Hätte der Mann Rauchmelder installiert gehabt, die ihn auf das Feuer aufmerksam gemacht hätten, könnte er laut Fetzer noch leben. Auch Volker Damm, Haller Stadtbrandmeister, erinnert sich an einen Einsatz in einem Mehrfamilienhaus in Sulzdorf: "Da haben die Rauchmelder gepiept, als wir angekommen sind."

Die kleinen, günstigen Kästen, die unkompliziert an der Decke befestigt werden und beispielsweise in jedem Baumarkt erhältlich sind, piepen laut, wenn sie Rauch bemerken. So können sich Bewohner rechtzeitig retten - vor allem nachts. Was nämlich viele nicht wissen: Während des Schlafes ist der Geruchssinn deaktiviert. Dazu sind es die giftigen Brandgase, die meist geruchlos sind, die Menschen ersticken, noch lange bevor das Feuer bei ihnen angekommen ist.

Zumindest in Fluren, in Schlafräumen und Kinderzimmern sollte deshalb jeweils ein Rauchmelder installiert werden, raten Fachleute. Piept eines der Geräte, können die Bewohner nach dem Rechten sehen - und gegebenenfalls sofort die Feuerwehr alarmieren.

Denn anders als in Betrieben, wo Rauchmelder über Brandmeldeanlagen direkt mit der Leitstelle verbunden sind, führt zu Hause ein echter wie auch ein Fehlalarm nicht dazu, dass die Mannschaft anrückt. Mögliche Kosten für Feuerwehrfehleinsätze dürfen also kein Argument dagegen sein, sich und seine Familie durch Rauchmelder zu schützen. Wer noch kein Gerät hat, sollte sich informieren.Info Mehr dazu bei den örtlichen Feuerwehren oder unter www.rauchmelder-lebensretter.de im Internet. Heute endet auch eine Rauchmelder-Verlosung des Kreisfeuerwehrverbands. Teilnahmemöglichkeit unter www.schwaebischhall-online.de.

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