Rangliste nimmt klare Konturen an: CDU vor SPD und Grünen

Sonntagsfrage: Im Bundestagswahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe sieht der Trend die AfD bei unter 10 Prozent. Bleiben die Grünen zweistellig?

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Wahlbarometer für den Wahlkreis Hall-Hohenlohe.  Foto: 

Man muss kein Wahrsager sein, um schon heute mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass auch nach der Bundestagswahl am übernächsten Sonntag im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe alles beim Alten bleibt – zumindest, was den Namen der Partei mit den meisten Stimmen betrifft. Es wird wieder die CDU sein. Diese Behauptung wird von den Ergebnissen der dritten Sonntagsfrage, die vom Mannheimer Meinungsforschungsinstitut C.M.R. im Auftrag von Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt und Rundschau Gaildorf durchgeführt worden ist, gestützt. Bei dieser Momentaufnahme, die vom 11. bis 13. September erhoben wurde,  haben sich 41 Prozent derjenigen, die schon wussten, dass sie zur Wahl gehen, für die CDU entschieden. Das sind zwar fünf Prozent weniger als bei der zweiten Umfrage, es ist aber immer noch der unangefochtene Spitzenplatz. Seit es den Wahlkreis gibt, ist die CDU stärkste Partei.

Greift Kretschmann-Effekt?

Spannend wird es hinter der CDU. Bei der dritten Sonntagsfrage liegt die SPD mit 20 Prozent auf Platz 2. Eine Woche zuvor war sie auf 19 Prozent gekommen. Mit diesen Werten liegt sie klar unter dem Bundestrend der Partei. Platz 3 bei der letzten Sonntagsfrage vor der Wahl belegen die Grünen. Auf sie entfallen 15 Prozent. Das ist zwar ein Prozent weniger als vor einer Woche, aber zugleich ein Wert, der deutlich über dem Bundestrend liegt. Schon bei den ersten beiden Sonntagsfragen waren die Grünen in Hohenlohe auf über 15 Prozent gekommen. Für C.M.R.-Chef Werner Dieing ist das keine allzu große Überraschung. Er verweist auf den Regierungsbonus, den die Grünen in Baden-Württemberg haben, und auf das hohe Ansehen, das Ministerpräsident Winfried Kretschmann in weiten Teilen der Bevölkerung genießt. Solche Landestrends beeinflussten die Wähler auch bei einer Bundestagswahl.

AfD und Linke unterm Trend

Leicht verbessert auf acht Prozent hat sich die AfD im Hohenloher Bundestagswahlkreis. Sie liegt damit am unteren Ende der Ergebnisse, die ihr Meinungsforschungsinstitute auf Bundesebene vorhersagen. Die FDP hat einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, liegt bei der dritten Sonntagsfrage bei acht Prozent (drei Prozent mehr als eine Woche zuvor). Klar unter ihrem Bundestrend liegen die Linken in Hohenlohe. Sie kommen erneut auf sechs Prozent.

Es werden Neigungen ermittelt

So spannend Ergebnisse von Sonntagsfragen sind, so wichtig ist es auch, darauf hinzuweisen, dass mit diesem demoskopischen Instrument kein tatsächliches Wahlverhalten erfasst wird, sondern nur aktuelle Wahlneigungen ermittelt werden können. Bei der dritten und letzten Sonntagsfrage der drei Zeitungen im Landkreis gaben 41 Prozent der Befragten an, noch nicht zu wissen, wen sie am übernächsten Sonntag wählen. Diese Wählergruppe wird sich nicht völlig anders verhalten als die derjenigen, die sich schon entschieden haben. Insofern haben die Ergebnisse, die bei Sonntagsfragen ermittelt werden, schon Aussagekraft, unterstreicht Meinungsforscher Dieing. Aber es bleibt dabei: Es sind keine Prognosen, es sind nur Meinungsbilder. Und Meinungen können sich schnell ändern.

2013 lag die CDU klar vorne

Wie ging’s denn eigentlich vor vier Jahren im Hohenloher Wahlkreis, der die beiden Landkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe umfasst, aus? Damals ging die CDU bei der Zweitstimme mit 46,6 Prozent als klarer Sieger durchs Ziel (und Christian von Stetten holte sich mit 52 Prozent der Erststimmen das Direktmandat). Auf Platz 2 landete die SPD mit 20 Prozent. Womit eindeutig belegt ist, dass dieser Wahlkreis ein „schwarzer“ ist. Und die Grünen? Die erhielten vor vier Jahren zehn Prozent.

Spannend: Kampf um Platz 4

Wenn man sich die Ergebnisse der drei Sonntagsfragen anschaut, spricht einiges dafür, dass beim Parteien-Ranking im oberen Bereich alles bleibt, wie es bisher war: CDU vor SPD und Grün. Im Moment deutet einiges darauf hin, dass FDP und AfD den Kampf um Platz 4 unter sich ausmachen, und die Linken, im Bundestag immerhin die stärkste Oppositionspartei, in Hohenlohe mit Platz 6 vorliebnehmen müssen.

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