Rätsel um "Das Dings"

Er hat eine lange Tradition, ist heute aber hauptsächlich Hobby- und Handwerksmesse: der Taubenmarkt. Um eine Freibad-Saisonkarte zu gewinnen, muss "Das Dings" erraten werden. Keine leichte Aufgabe.

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Harmlos liegt der Gegenstand des Rätselratens in der Vitrine am Eingang der Lötholzhalle. Historisch sieht er aus, auf jeden Fall alt, das verrostete Stück aus Metall. "Das Dings" beschert den Besuchern des Wiesenbacher Taubenmarktes rauchende Köpfe. Schließlich gilt es eine Saisonkarte für das Freibad zu gewinnen.

Ortsvorsteher Manfred Glemser bindet gerne kleine und unerwartete Akzente ein, um den Wert und den Reiz der Veranstaltung zu erhöhen. "Er ist der Einzige, der das Geheimnis um ,Das Dings lüften kann", erklärt Gerhard Hammel, Mitorganisator des Taubenmarktes. Lösungsansätze gehen in die verschiedensten Richtungen: "Sicher ein Meterwurstaufwickler", meinte ein Besucher. "Es könnte aber durchaus auch zum Wolleaufwickeln dienen, also eher für den Hausgebrauch gedacht sein." Werde das Rätsel nicht gelöst, erklärt Hammel, werde die originellste Lösung gekürt und davon gebe es eine ganze Menge.

Der Markt habe eine sehr lange Tradition, aber seine ursprüngliche Bedeutung sei im Laufe der Jahre verblasst, sagt Ortsvorsteher Glemser. Nach dem Krieg habe sich der Taubenmarkt als reine Versorgungsquelle mit Nahrungsmitteln für die Bevölkerung etabliert. "Aber bereits seit den 70er-Jahren haben die Kleintiere nur noch eine Alibifunktion", sagt er.

Manfred Tynior ist seit 18 Jahren mit Unterbrechungen bei der Hobby-, Kunst- und Handwerksmesse mit von der Partie. Als Sammler von kleinen und großen Schätzen bereichert der gelernte Pädagoge den Markt. Dieses Mal hat er seine Ferrari-Sammlung im Gepäck - flotte Italiener mit Charakter und Wiedererkennungswert.

Ein paar Stände weiter bietet Maria Wollmershäuser aus Schrozberg Gebasteltes aus Naturmaterialien an. Ganz besonders stolz ist sie auf ihren "Schneckenkranz". Dreißig leere Schneckenhäuser zieren das gute Stück. "Auf die Idee brachte mich meine Enkelin Alina", sagt Wollmershäuser. "Sie hat die Schneckenhäuser gesammelt."

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