Räte freut der Rückzug - Regionalverband will keine Windkraft auf Vellberger Gebiet

Der Regionalverband will auf Vellberger Gemarkung keine Windkraftflächen ausweisen. Zu viele schutzwürdige Güter wären durch Windkraftanlagen beeinträchtigt. Dem Vellberger Gemeinderat ist das nur Recht.

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Optische Täuschung: Wein ein sechstrahliger Stern sehen die dreiflügeligen Rotoren der beiden Windkraftanlagen bei Bühlerzimmern aus.  Foto: 

Die Räte hatten im Mai Stellung genommen zu den Windkraftflächen, die der Regionalverband Heilbronn-Franken auf Vellberger Gemarkung vorgeschlagen hatte. Der Rat kritisierte damals Flächen nordöstlich von Lorenzenzimmern, im Großaltdorfer Wald und auf einem Teil der Fläche südwestlich der Stadt Vellberg zwischen Herlebach und Hausen. Auch Träger öffentlicher Belange äußerten Bedenken. Nach Gesprächen mit den betroffenen Kommunen hat der Regionalverband die sogenannten Potentialflächen für Windkraft in der Region jetzt drastisch reduziert: von 138 auf 41 Flächen mit 2445 Hektar Gesamtfläche. Auf dem Gebiet von Vellberg sind damit nun keine Flächen mehr ausgewiesen.

"Da der Regionalverband auf Vellberger Gebiet keine Potentialflächen plant, fällt es uns nicht schwer, weder Bedenken noch Anregungen zu äußern", sagte Vellbergs Bürgermeisterin Ute Zoll. Das sah der Gemeinderat genauso und stimmte der Reduzierung der Flächen durch die Region zu.

Gemeinderat Reinhold Keller reagierte mit Unverständnis darauf, dass zusätzlich zum Regionalverband auch noch die Kommunen das Verfahren durchlaufen müssten, bei dem Potentialflächen ausgewiesen werden. "Das ist der ausdrückliche Wille der Landesregierung", bestätigte Bürgermeisterin Zoll.

Diese Flächen des Regionalverbands kommen der Vellberger Gemarkung am nächsten: Eine mit 83,6 Hektar liegt nordwestlich von Ilshofen-Ruppertshofen, eine weitere mit 48,2 Hektar südwestlich von Ilshofen-Obersteinach. Diese beiden Flächen sind Teil des Gebietes des Gemeindeverwaltungsverbands Ilshofen, zu dem auch Vellberg gehört. Südwestlich von Kirchberg-Lendsiedel, wo bereits drei Windräder stehen, könnten weitere Anlagen gebaut werden. Die Fläche hat eine Größe von 55 Hektar.

Eine 32,7 Hektar große Potentialfläche will der Regionalverband auf Bühlertanner und Frankenhardter Gemarkung südlich von Frankenhardt-Hinteruhlberg ausweisen.

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