Publikum wird plötzlich Teil der Aufführung

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Alle 14 Aufführungen sind ausverkauft. Um die besten Plätze zu ergattern, wurde zum Vorverkaufsstart teilweise sogar im Vereinsheim übernachtet. "Wir könnten sicherlich noch mehr Aufführungen anbieten, aber jetzt sind wir schon am Limit - mehr geht einfach nicht", so Martin Brenner, der Regie beim Theaterstück führt und auch selber noch mitspielt. Auch bei den Helfern sind die Waldtanner inzwischen an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Knapp 40 werden nämlich jeden Abend neben den Schauspielern benötigt.

Seit November wurde für das neue Stück geprobt, in den letzten Wochen beinahe täglich. Jeder hat dabei seine eigene Art, den Text für die Auftritte beim Dreiakter auswendig zu lernen. Ein paar pauken zusammen, andere wiederum üben lieber alleine im Wald. "Ich lerne am besten bei den Proben", erklärt Markus Häffner seine ganz individuelle Art, den Text zu speichern.

Vor genau 20 Jahren hat Martin Brenner das Waldtanner Volkstheater ins Leben gerufen - und das wurde zu einer wahren Erfolgsgeschichte. So gab es auch nie eine Überlegung, in eine größere Halle umzuziehen, "denn dann müssten wir mit Mikro arbeiten und der ganze Flair ginge verloren." Wichtig ist ihm und seinen Mitstreitern nämlich, das Publikum mit einzubeziehen. So tauchen Darsteller auch manchmal mitten in der Festhalle auf oder ein Zuschauer wird plötzlich und ganz überraschend Teil des Stückes.

Gut sechs Stunden vor der offiziellen Premiere ist öffentliche Hauptprobe angesagt und auch hier ist die Halle sehr gut gefüllt. Einige sind deshalb schon nachmittags da, weil sie für ihren Wunschtermin kein Ticket mehr bekommen haben, wie Jasmin Frank aus Crailsheim. "Ich bin jetzt das dritte Mal hier und immer total begeistert."

Insbesondere die lockere Atmosphäre in Waldtann gefällt ihr. Außerdem kennt sie einige der Darsteller, was den besonderen Reiz für sie ausmacht. Rundum gelungen findet sie auch die gesamte Bühnentechnik. Marcel Schmidt hat sich da wieder einige Überraschungen einfallen lassen. "Wir sagen, wie wir es wollen, und dann wird das super umgesetzt", lobt Brenner die gelungenen Kulissenbilder von Fritz Bender und Reintraud Sturm. Vollauf zufrieden sind das Publikum und auch das Ensemble mit der Hauptprobe. "Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen", scherzt Häffner. Jetzt fällt die größte Anspannung erst mal ab, das Stück ist sehr gut angekommen. Info Neben den Erlösen aus der Benefizveranstaltung werden bei jeder Aufführung Spenden für die Kinderkrebsklinik in Tannheim gesammelt. Im Vorjahr kamen so rund 18 000 Euro zusammen.

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