Posaunenchor Weipertshofen freut sich über Unterstützung durch andere Bläser

In einer kleinen Stube in Gerbertshofen hat im Februar 1960 alles angefangen. Ellbogen an Ellbogen saßen neun Männer im Raum mit der Absicht, Blasmusik zum Lob Gottes zu spielen. Der Posaunenchor Weipertshofen war gegründet.

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Gerhard Trumpp (vorne in der Mitte) mit seinen Chormitgliedern. Seit 40 Jahren spielen auch Frauen im Weipertshofener Ensemble mit. Foto: Verein

Lange blieb das Spielen im Posaunenchor den Männern überlassen. 1976 traten die ersten beiden Frauen bei, heute sind sieben der 19 Mitglieder weiblich.

Gerhard Trumpp leitet den Chor seit 1979 und hat mit ihm schon Höhen und Tiefen durchlebt. „Kurzzeitig hatten wir über 40 Mitglieder. Da habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich die Bläser im Gottesdienst zweireihig setzen kann“, erzählt er.

Selbstverständlich spielt der Posaunenchor nicht nur in der Kirche. Jedes Jahr gehen die Weipertshofener Bläser auf Kurrende in die Nachbardörfer. „Da werden wir meistens reich beschenkt“, freut sich Trumpp.

Der 64-Jährige ist das älteste Chormitglied. Vier Kinder spielen außerdem in der Jungbläsergruppe. Einmal die Woche nehmen sie Unterricht bei Franz Matysiak, Leiter der Crailsheimer Stadtkapelle. Natürlich sind die vier jungen Musiker auch bei den Chorproben dabei.

Ein wichtiger Auftritt ist jedes Jahr die Adventsmusik, wenn der Posaunenchor einen Tag vor dem dritten Advent zusammen mit dem Kirchenchor vor dem Dorfgemeinschaftshaus spielt. Der Erlös aus diesem Konzert wird für karitative Zwecke gespendet.

Ein Ereignis ist alle zwei Jahre im Kalender des Chors besonders dick vorgemerkt: der Landesposaunentag in Ulm. „Das ist das Highlight“, sagt Gerhard Trumpp. Vor allem der Landesposaunentag 1992 ist ihm in Erinnerung geblieben. „Das war sehr emotional nach der Wende. Da kamen sehr viele Bläser aus Thüringen und Sachsen. Insgesamt waren wir fast 10.000, das war gigantisch.“

Beim Posaunenchor Weipertshofen geht es aber nicht ausschließlich um Musik – auch wenn das instrumentale Gotteslob natürlich im Vordergrund steht. So bietet er jedes Jahr im Rahmen des Stimpfacher Kinderferienprogramms Kanu-Fahren auf der Wörnitz an. „Das ist jedes Mal ein tolles Erlebnis“, sagt der Chorleiter. Außerdem tritt der Chor alle drei Jahre beim Straßenfest in Stimpfach mit der Stimpfacher Blaskapelle auf. „Da erwirtschaften wir das, was wir für das Kinderferienprogramm wieder ausgeben“, erklärt Trumpp.

Einen Aspekt hebt er hervor, wenn er von Posaunenchören spricht: das Gemeinschaftsgefühl untereinander. Es sei „eine Tugend, dass man einander aushilft. Als 1979 viele Jugendliche bei uns gespielt haben, hatten wir zu wenig Instrumente. Auf einer Weiterbildung lernte ich den Leiter des Posaunenchors aus Magstadt kennen und schilderte ihm unser Problem. Postwendend hat uns der Chor aus Magstadt fünf gebrauchte Instrumente geschenkt.“ Auch in der Ferienzeit, wenn viele Bläser im Urlaub sind, helfen sich die Chöre aus und tun sich

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