Pflegestift feiert zehnten Geburtstag und neue Hausdirektorin Inge Ward

Seit Jahresanfang leitet Inge Ward das Pflegestift Ilshofen der evangelischen Heimstiftung. Beim Festakt zum zehnten Geburtstag der Einrichtung wurde sie jetzt auch offiziell in ihr Amt eingesetzt.

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Zehn Jahre Pflegestift feierten (von links ) der Hauptgeschäftsführer der evangelischen Heimstiftung, Bernhard Schneider, die neue Hausdirektorin Inge Ward, Pfarrer Holger Layer, Regionaldirektorin Svantje Popp, Kreissozialdezernent Thomas Haag, Hildegard Ströbel (Ströbel Bau) und Ilshofens Bürgermeister Roland Wurmthaler.  Foto: 

Pflegestift in Feierlaune: "Ich begrüße Sie gleich zu zwei Veranstaltungen", sagte Bernhard Schneider in Ilshofen den 50 Gästen. Schneider ist der Hauptgeschäftsführer der evangelischen Heimstiftung, und die wiederum ist Träger des Ilshofener Pflegestifts, Schauplatz des doppelten Festakts. Gefeiert wurde dort erstens der zehnte Geburtstag der Einrichtung und zweitens die Amtseinführung der neuen Hausdirektorin Inge Ward.

"Heute genau vor zehn Jahren zogen die ersten drei Bewohner ein", erinnerte die Regionaldirektorin der Heimstiftung, Svantje Popp. Die allererste Bewohnerin kam um 9.30 Uhr und lebte immerhin neun Jahre in der Einrichtung. Nach vier Wochen waren es bereits elf Menschen, wieder ein halbes Jahr später war die Einrichtung mit ihren rund 50 Betten schon halb ausgelastet. Die 18 Mitarbeiter der ersten Stunde (gut eine Handvoll arbeiten noch heute hier) vermehrten sich auf heute 48.

Kreissozialdezernent Thomas Haag hatte sich für sein Grußwort an den Taschenrechner gesetzt: rund 50 Plätze, 95 Prozent Auslastung. "Das macht circa 185 000 Pflegetage und noch viel mehr Begegnungen", hat er ausgerechnet. "Da wird deutlich, wie segensreich die Einrichtung in Ilshofen gewirkt hat."

"Die Entwicklung des Pflegestifts kann man in meinen Augen als Erfolgsgeschichte bezeichnen", sagte Popp, denn die Einrichtung wurde offen und freundlich in Ilshofen aufgenommen. Dies betonte auch Bürgermeister Roland Wurmthaler in seinem Grußwort: "Das Pflegestift ist eine wichtige Infrastruktureinrichtung" der Stadt, deren Bedeutung mit dem demografischen Wandel noch zunehmen werde. Deshalb wünsche er sich einen Anbau ans Gebäude und damit verbunden eine Erhöhung der Bettenzahl.

Dass das Pflegestift gut in der Gemeinde aufgenommen wird, zeigt sich auch an den gut 20 Ehrenamtlichen, die im Stift mitarbeiten. Viele von ihnen kommen aus der evangelischen Kirchengemeinde, sagte Pfarrer Holger Layer im Grußwort. Die Ehrenamtlichen organisieren Besuchsdienste und Ausflüge. Der nächste Termin ist nicht mehr weit: ein Besuch auf der Muswiese.

"Ohne Sie könnten wir vieles so nicht anbieten", bedankte sich Inge Ward. Die neue Hausdirektorin arbeitet zwar schon seit Jahresbeginn in der Einrichtung, doch weil sie das obligatorische Trainee-Programm der Heimstiftung durchlaufen musste, konnte sie erst jetzt offiziell im Amt begrüßt werden.

Inge Ward, 49 Jahre alt, Heilbronnerin, arbeitet seit 30 Jahren in der Pflege. "Die enge Beziehung zu den Bewohnern hat dazu geführt, dass ich immer gerne zur Arbeit ging", sagte sie. Die Arbeit in der Pflege sei ein Geben, aber auch ein Nehmen. "Jeden dankbaren Blick nimmt man auf. Er wärmt einem das Herz. Dies gibt einem Kraft, die täglichen Herausforderungen zu meistern", so Ward, der der "individuelle und würdevolle Umgang" mit den Bewohnern ein großes Anliegen ist. Wichtig sei ihr neben den Beziehungen zu den Bewohnern aber auch die Qualität der Arbeit. Dies schließe Weiterbildungen der Mitarbeiter ein. Als Beispiele nannte sie die Palliativpflege und die "bereits begonnene Umsetzung ethischer Fallbesprechungen für existenzielle Fragestellungen".

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