Pfarrer Markus Hammer wird in Rot am See ins Amt eingesetzt

Die evangelische Kirchengemeinde Rot am See mit Musdorf hat wieder einen Pfarrer: Matthias Hammer wird morgen in sein neues Amt eingesetzt. Er kehrt mit seiner Familie damit in seine Heimat zurück.

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Matthias, Rebekka, Tabita, Silas und Silvia Hammer (von links). Privatfoto

Schon Anfang Februar ist die Pfarrersfamilie Hammer in Rot am See ins neu renovierte Pfarrhaus eingezogen. Morgen wird um 13.30 Uhr in der Martins-Kirche in Rot am See der Investitur-Gottesdienst mit Dekan Siegfried Jahn gefeiert. Pfarrer Hammer wird feierlich in sein neues Amt eingesetzt. Dann hat die Kirchengemeinde Rot am See mit Musdorf wieder einen Pfarrer - nachdem Pfarrer Uwe Langsam vor gut einem Jahr nach Crailsheim wechselte.

Der 35-jährige Theologe Matthias Hammer, ein gebürtiger Brettheimer, kommt mit seiner Frau Silvia und den drei Kindern Rebekka (11), Tabita (9) und Silas (6) aus Hürben im Landkreis Heidenheim an der Brenz.

Herr Hammer, was ist Ihre Motivation für diese Stelle?

MATTHIAS HAMMER: Rot am See ist eine spannende Gemeinde mit einer guten Infrastruktur. Wir selbst mögen das Hohenloher Land und freuen uns darauf, hier wirken zu dürfen. Für mich war es aber auch interessant, in der Vorbereitung zu erkennen, wie wenig ich als gebürtiger Brettheimer über Rot am See wusste. Das hat mich fast ein wenig erschreckt. Nun dürfen wir viel Neues kennenlernen und freuen uns auf die vielen Begegnungen, die wir haben werden.

Was haben Sie sich als Ziele für Ihre Arbeit hier gesteckt?

HAMMER: Es wäre verwegen, jetzt schon von Zielen zu sprechen. Zuallererst gilt es, die Gemeinde kennenzulernen und dann gemeinsam zu überlegen, was dran ist. Für meine Frau und mich ist es wichtig, offen zu sein für die Menschen. So wollen wir auch ein offenes Haus haben, wo jeder wissen kann: Hier darf ich kommen. Was mir am Herzen liegt, ist, Brücken zu bauen zwischen den Menschen und der Kirche, jedem auf Augenhöhe zu begegnen und zu hoffen und dafür zu beten, dass jeder Einzelne eine persönliche Beziehung mit Jesus Christus hat. Dazu ist auch der Gottesdienst wichtig. Hier eine Sprache zu finden, in der man sich angesprochen fühlt und etwas mitnehmen kann, sowohl in Musik als auch in Liturgie und Predigt, liegt mir sehr am Herzen.

Worin sehen Sie die Aufgabe des Pfarrers in der heutigen Gesellschaft und Ihre in Ihrer Gemeinde in Rot am See?

HAMMER: Am Pfarrerbild wird ja immer wieder herumüberlegt. Eine Kernaufgabe bleibt der Gottesdienst und darin das Predigtamt. Meiner Meinung nach soll eine Predigt mindestens eines von vieren erfüllen: erbauen, trösten, provozieren oder eine neue Erkenntnis bringen. Eine weitere Kernaufgabe ist die Seelsorge. Für Menschen da zu sein, ein offenes Ohr zu haben, mit anderen zu beten. Und eine dritte ist, die Kirche, ins Spiel zu bringen, das heißt, da, wo die Gesellschaft in der Mitmenschlichkeit, in der Nächstenliebe, in der Solidarität zurückbleibt, den Finger draufzulegen und darauf zu achten, dass niemand unter den Tisch gekehrt wird.

Kommen Sie aus einer Pfarrersfamilie?

HAMMER: Mein Vater war 35 Jahre lang Pfarrer in Brettheim. Und dessen Vater war ebenfalls Pfarrer.

Seit wann wussten Sie, dass Sie Pfarrer werden möchten und warum?

HAMMER: Ich hatte mit sechs Jahren ein Berufungserlebnis - und bin dann schließlich über persönliche Umwege zu diesem Beruf gekommen. Ich weiß mittlerweile, dass ich hier richtig bin.

Was sind Ihre Hobbies?

HAMMER: Zuallererst einmal die Musik. Ich singe gern und spiele leidenschaftlich gern Gitarre und Klavier, aber auch ein paar andere Instrumente. Außerdem lese ich gerne, treibe Sport und genieße die gemeinsame Zeit mit der Familie.

Worauf freuen Sie sich in Ihrem Dienst am meisten?

HAMMER: Auf die vielen Begegnungen, die wir haben werden, und auf das gemeinsame Bauen am Reich Gottes mit dem Kirchengemeinderat und all unseren Mitarbeitern und natürlich mit den Kollegen.

Die Gemeinde Ekklesia ist auch nach Rot am See umgezogen, wie geht es Ihnen damit?

HAMMER: Ich bin gespannt, ob und wie Zusammenarbeit möglich sein kann. Aber vor allem geht es mir darum, dass Menschen einen Raum haben, wo sie Gott begegnen können. Wo das ist, ist erst einmal zweitrangig. Menschen sind unterschiedlich und haben verschiedene Bedürfnisse. Und meine Hoffnung ist, dass sich viele von Gott ergreifen lassen, egal, wo das geschieht. Und meine größte Sorge ist, dass es zu Abspaltungen und zu Konkurrenzsituationen kommt, die wir doch gar nicht nötig haben.

Die Fragen stellte Pressepfarrer Marcus Götz.

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