Peta lobt Landkreis und Gerichte

Der Putenproduzent Heidemark aus Rot am See hat einen jahrelangen Rechtsstreit mit dem Landkreis Hall verloren. Seit 2011 stritten die Parteien über die Frage der Eingruppierung tierischer Nebenprodukte.

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In seinem Schlachthof in Rot am See soll Heidemark versucht haben, die Fleischuntersuchung durch amtliche Fachassistenten bei der Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung auszusparen. Das hätte erhebliche wirtschaftliche Folgen. Denn während Abfälle der "Kategorie 2" (etwa im Betrieb verendete Tiere oder Tiere, die zur Eindämmung von Krankheiten getötet wurden) in der Regel entsorgt werden müssen, können Nebenprodukte der "Kategorie 3" (Häute, Hufe und Hörner, Schweineborsten, Federn) für die Tierfutterproduktion weiterverkauft werden. Heidemark unterlag vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart und dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg - bei einem Streitwert von je 50000 Euro. "Die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland begrüßt das Urteil und bedankt sich beim Landkreis Hall und den Gerichten für die Schließung dieser Sicherheitslücke", schreibt Peta in einer Pressemitteilung. Landratsamt und Verwaltungsgerichte hätten den offensichtlichen Tricksereien des Konzerns in der Einordnung von Fleischnebenprodukten einen Riegel vorgeschoben, kommentiert Peta-Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck die Urteile.

"Es ist mehr als begrüßenswert, dass der Putenproduzent daran gescheitert ist, die Schutzlücke zum Nachteil von Mensch und Tier zu etablieren." Heidemark soll versucht haben, eine Charge Puten aus Niedersachsen über den Schlachthof Rot am See schlachten und vermarkten zu lassen, obwohl die Fleischuntersuchung eine erhebliche Keimbelastung ergeben habe.

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