Osternachtsmesse in Bühlerzell: Katholiken feiern Auferstehung Christi

Die Feier der Osternachtsmesse wird in Bühlerzell mit vielen Kerzen begangen, allen voran der großen Osterkerze. Sie symbolisiert die Auferstehung Christi.

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Ministranten entzünden ihre Kerzen.  Foto: 

Die Ratschen rufen die Gemeindemitglieder zur Osternachtsmesse, keine Glocken. Denn diese schweigen von Karfreitag an. Das Glockenläuten verbreitet eine festliche Stimmung, und diese ist in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht.

Die Kirche St. Maria ist in der Osternacht sehr gut besucht. "Dies ist eine besondere Nacht, voller Geheimnisse", erzählt Pfarrer Rudolf Widmann. Dabei lauschen auch die Erstkommunionkinder andächtig mit großen Augen. "Aus Dunkel wird Licht, aus Furcht wird Hoffnung." Das Licht könne alle Ängste, Furcht und Trauer vertreiben. "Wir staunen über Gott, dass er selbst den Tod ins Licht heben kann", predigt Widmann.

Das Licht steht bei der Messe im Mittelpunkt. Dazu entzündet der Pfarrer die große Osterkerze draußen am Osterfeuer. Zwölf Ministranten und acht Kommunionkinder dürfen mit hinaus. Es ist still, nur das lodernde Feuer ist zu hören. Ein besonderer Moment, als die Osterkerze Feuer fängt. Nach und nach entzünden die Ministranten ihre Kerzen, an denen die Kommunionkinder ihre kleinen Kerzen anzünden dürfen.

Die Prozession schreitet zurück in die Kirche, welche völlig abgedunkelt ist. Nur der Schein der Kerzen erleuchtet die Dunkelheit. Die Atmosphäre ist wunderschön - die Kerze als Zeichen der Auferstehung Christi. "Denn dies ist die österliche Hoffnung: Leib und Tod sind nicht das Ende, sie sind der Durchgang zum Leben."

Pfarrer Widmann erläutert der Gemeinde, dass Auferstehung mehr bedeute als Wiederbelebung. "Sie ist außerhalb von Raum und Zeit. Dafür fehlen uns eigentlich die Vokabeln. Es ist eine Neuschöpfung. Gott holt die menschliche Existenz Jesu zu sich."

Wurde an Karfreitag in den Kirchen noch gesungen "Gott, warum hast du uns verlassen?", so wird in der Osternacht ein "Freue dich" angestimmt. In dieser "hochheiligen Nacht der Auferstehung", wie Pfarrer Widmann sie nennt, bekommen die Kommunionkinder ihr Kommunionkleid überreicht. Außerdem wird nach 40 Tagen der Fastenzeit das Taufbekenntnis erneuert und das Taufwasser neu geweiht. "Denn Wasser erfrischt, belebt, macht das Leben erst möglich", sagt Widmann. In der Osternacht stehe die Hoffnung auf neues Leben über allem und allen.

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