Ortszentrum wird erneuert - Bis November muss alles fertig sein

"Gas geben" will man in Sulzbach-Laufen bei der Sanierung des Laufener Ortszentrums. Bis zu den Weihnachtsfeiern der Vereine im Dezember muss alles fertig sein. Ausgeschrieben wird demnächst.

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Am Montag wurde der Baubeschluss gefasst, nun kann das Ortszentrum in Laufen energetisch auf Vordermann gebracht werden.  Foto: 

Ein Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum macht es möglich: Das Laufener Ortszentrum wird energetisch auf den neuesten Stand gebracht und damit "runderneuert", wie es Bürgermeister Markus Bock formulierte. Allerdings steht die Gemeinde als Bauherr unter Zeitdruck, denn bis Ende November muss alles fertig sein. Zunächst allerdings musste der Gemeinderat eine Formalität erledigen: Obwohl die Planungen bereits laufen, fehlte noch der offizielle Baubeschluss - den das Gremium am Montag einstimmig nachholte. Im Vergleich zum ersten Planungsentwurf gab es einige Änderungen. Die gravierendste: Die Dachneigung wurde gedreht. Denn auch, wenn das neue Dach mit einem Prozent Neigung nur unwesentlich steiler als das bisherige Flachdach ist: Inklusive Dämmmaterialien hätte die ursprünglich vorgesehene Dachneigung bedeutet, dass das Lichtband im Saal wegfällt. "Das nimmt aber dem Raum seinen Charakter", so Bürgermeister Bock.

Gemeinderat Hans Moll monierte, dass mit der neuen Dachausrichtung keine Fotovoltaikanlage möglich wäre. Seine Kollegen sahen dies anders. Während Dr. Manfred Schüle erklärte, laut Untersuchungen bringe eine Ausrichtung nach Westen genauso viel Sonnenausbeute wie die nach Osten, betonten die übrigen Räte, dass für sie eine Fotovoltaikanlage nur nachrangige Bedeutung hat: "Die Hauptfunktion ist nicht die Fotovoltaik, sondern der Raum," brachte es Schüle auf den Punkt. Für die Nutzung des Raumes sei Tageslicht von nur einer Seite denkbar schlecht.

WC-Anlagen künftig auch von außen zugänglich

Prüfen soll der Architekt, ob nicht einige Fenster bodentief herabgezogen werden können - dies würde allerdings andere Heizkörper erfordern. Auch ein zusätzliches Fenster am Nebeneingang wurde gewünscht. Angetan waren die Räte von den neuen WC-Anlagen, die nun auch von außen zugänglich sind. An der einen Seitenwand wird außerdem eine zentrale Ver- und Entsorgungsstation mit Strom, Wasser und Abwasser eingerichtet, die Vereine bei Festen auf dem neuen Dorfplatz nutzen können. Positiv auch: Vor dem "Kellnergang" wird ein Teil der Terrasse überdacht. Das reicht zwar nicht aus, um bei Festen während eines Regenschauers im Trockenen zu sitzen - schützt aber gegebenenfalls Büfett oder Musikanlage vor Sonne und Regen.

Uneins war man sich noch über die neue Heizung. Die Zuschussrichtlinien schreiben erneuerbare Energien vor. Pellets hat der Architekt vorgeschlagen - Hackschnitzel ein Bürger der Gemeinde, der sich auch um die Heizung kümmern würde. Hackschnitzel hätten den Vorteil, dass sie im Gemeindewald ohnehin sozusagen als "Abfallprodukt" anfallen. Etliche Räte und Bürgermeister Bock gaben jedoch zu bedenken, dass eine solche Anlage störungsanfälliger sei. Bevor man eine Entscheidung trifft, möchte man in der nächsten Sitzung Experten dazu einladen.

Viereinhalb Monate Bauzeit - ein straffer Plan

Geplant ist, dass bereits demnächst die Ausschreibungen beginnen und Anfang Juni schon die ersten Gewerke vergeben werden können. "Viereinhalb Monate Bauzeit - das ist ein strammer Plan," erklärte Bürgermeister Bock. Am 30. November ist bereits die offizielle Übergabe terminiert: "Schneller ist das auch nicht zu schaffen".

Die Vereine sind informiert: Während der Bauzeit können sie unter anderem in den neuen Vereinsraum im alten Schulhaus ausweichen, der Musikverein sogar - mit Einschränkungen - weiter im Saal proben. "Das Ergebnis wird uns dafür belohnen," ist sich Markus Bock sicher, "Wir haben dann ein runderneuertes Ortszentrum."

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