Orgel aus Hohenlohe in Polen

Seit 25 Jahren unterhält die Stadt Hall eine Partnerschaft mit Zamosc. Erste Kontakte gab es schon vor 31 Jahren - Fritz und Gisela Laukenmann haben nun eine alte Freundschaft aufgefrischt. Sie berichten:

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Leszek Opala, Andreas und Renata Panos, Agata Opala, Fritz und Gisela Laukenmann sowie deren Schwiegersohn Walter Oethinger haben es gemütlich. Privatfoto

"Als wir im August mit einer kleinen, privaten Gruppe eine Reise nach Ostpolen planten, erinnerten wir uns an das Jugendtheater aus Zamosc, das vor Jahren als erste Kontaktgruppe für die angestrebte Städtepartnerschaft nach Schwäbisch Hall kam. Im Haller Tagblatt wurden damals Gastfamilien gesucht. So kamen die ersten jungen Erwachsenen vom Jugendtheater aus Zamosc zu uns nach Ilshofen-Steinbächle. Neben dem Gitarristen Adam Brodowski, mit dessen Familie wir seit damals in freundschaftlichem Kontakt stehen, war bei uns auch der Pianist und Organist Leszek Opala zu Gast.

Es war uns ein Anliegen, jetzt auf unserer anstehenden Reise auch Leszek zu besuchen. Durch seinen Eintrag vom 6. August 1983 in unser Gästebuch kamen wir an seine Adresse. Und so konnten wir ihn und seine Familie im August in seiner Heimatstadt Hrubieszow, nahe der ukrainischen Grenze, besuchen. Die Wiedersehensfreude war groß und so manche Erinnerungen wurden ausgetauscht.

Leszek war damals und ist immer noch an der katholischen Stadtkirche in Hrubieszow Organist. Die dortige Orgel war damals nicht mehr funktionsfähig, und so trug er die große Bitte an uns heran, ob wir ihm beim Kauf eines neuen Instrumentes behilflich sein könnten.

Dank der katholischen Kirchengemeinden in Großallmerspann und Schwäbisch Hall, privaten Spenden und der fachkundigen Beratung durch Friedrich Schirrmeister, Schulleiter und Musiker aus Oberaspach, konnte Leszek mit einer kleinen elektronischen Orgel nach Hause fahren. Bei unserem Besuch kürzlich erzählte er uns, dass er 20 Jahre lang als Organist in der Kirche dieses Instrument gespielt hat.

Live konnten wir Leszek nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken bei ihm zu Hause in seiner Kirche erleben: als Organist, Chorleiter und Solosänger. Vier Hochzeiten hintereinander hatte er an diesem Samstagnachmittag ab 16 Uhr musikalisch zu umrahmen. Der anschließende gemütliche Abend in der neu renovierten Bierbrauerei neben der Kirche - mit Leszeks Familie und unserem Freund und Dolmetscher Andreas Panos und seiner Frau Renata aus Rachanie, ebenfalls Ostpolen - rundete unser herzliches Wiedersehen ab.

Wieder wurden wir an die Anfangszeit erinnert, als Schwäbisch Hall die ersten Kontakte nach Zamosc aufnahm. Inzwischen sind drei Jahrzehnte vergangen und immer noch bestehen freundschaftliche Verbindungen nach Ostpolen, vor allem nach Zamosc."

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