Oktober: Sturm und Sonne satt

Der Monat Oktober war wettermäßig gesehen wirklich ein goldener. Besonders schön waren die vier Sonntage. Das geht aus dem Monatsbericht der privaten Wetterstation Westheim von Martin Melber hervor.

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"Der Oktober meinte es gut mit den Menschen im Landkreis Schwäbisch Hall. An allen vier Sonntagen war das Wetter herrlich sonnig und trocken und es war zudem überdurchschnittlich warm", erklärt Experte Martin Melber, der in Westheim eine private Wetterstation betreibt.

Meistens war auch der Samstag recht schön und so konnte im Garten gewerkelt oder Freizeitaktivitäten nachgegangen werden, schreibt der Wettertechniker. Um die Mittagszeit war es an zehn Tagen heiter, obwohl insgesamt kein einziger Tag als heiter eingestuft werden konnte. 16 Tage waren trüb. Die Sonne erfüllte ihr Soll nicht ganz.

Martin Melber errechnete eine Monatsmitteltemperatur von 11,9 Grad. Das ist 3,1 Grad zu warm zum Soll von 8,8 Grad. In der Westheimer Statistik gibt es nur noch zwei wärmere Oktober seit Messbeginn im Jahr 1985; und zwar 1995 mit 12,0 und 2001 den bisher wärmsten mit 12,6 Grad. Den kältesten Oktober gab es kurioserweise nach dem Jahrhundertsommer 2003 mit einem Mittel von nur 6,6 Grad. Die Monatshöchsttemperatur wurde am 9. mit 27,2 Grad abgelesen. Zu so später Jahreszeit war es seit fast 30 Jahren noch nie so warm. Auch am 19. gab es mit 25,2 Grad noch einen weiteren Sommertag (Maximum über 25 Grad). Oft gibt es im Oktober keinen Sommertag mehr.

Die Monatstiefsttemperatur wurde am 29. mit 1,9 Grad abgelesen, am Erdboden 0,6 Grad. Damit blieb es erstmals wieder seit zehn Jahren im Oktober luft- und bodenfrostfrei. Seit 1985 waren erst sieben Oktober ohne Frost.

An 18 Tagen fiel messbarer Niederschlag, insgesamt waren es 64,3 Liter pro Quadratmeter. Das sind sieben Prozent mehr als das Soll von 60 Litern. Den trockensten Oktober hat Martin Melber 1985 mit 6,7 Liter je Quadratmeter, den niederschlagreichsten 1998 mit 226 Litern pro Quadratmeter gemessen.

An zwei Tagen gab es Gewitter und an 16 Tagen Nebel mit Sichtweiten von teilweise unter 100 Meter.

In den Abendstunden des 21. Oktober gab es den ersten heftigen Herbststurm. Er war ein Ausläufer des Hurrikans "Gonzalo", der auch Hohenlohe erreichte und mit seinen Fronten sturm- bis orkanartige Windböen der Stärke elf brachte. Mit bis zu 120 Stundenkilometer stob der Sturm übers Land. Einige Bäume wurden umgeworfen und Dächer abgedeckt.

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