Ohne Treppen ans Ziel kommen

Noch immer haben es Rollstuhlfahrer oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, nicht leicht. Manchmal sind es Treppenstufen, die auf dem Weg zum Arzt bewältigt werden müssen.

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Das Landratsamt und der Verein Barrierefrei möchten für Menschen mit Behinderungen einen Wegweiser für barrierefrei zugängliche Arztpraxen, Gaststätten und öffentliche Einrichtungen erstellen. Für dieses Projekt werden noch Unterstützer und Helfer gesucht.

Bei einer Schulung in München haben Kirstin Schulten vom Verein Barrierefrei und der Kreisbehindertenbeauftragte Peter Cramer jüngst einen solchen Online-Wegweiser für die Stadt und den Landkreis München (www.cbf-muenchen.de/aerzte) kennengelernt. Eine umfangreiche Suchfunktion hilft den Münchnern, den richtigen Facharzt in einer angemessenen Entfernung für Rollstuhlfahrer zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Hilfreich sei dieses Internetportal auch für Senioren, die nicht gut zu Fuß seien und Nutzer von Rollatoren. Aber auch für Eltern mit Kinderwagen könnte sich der Wegweiser als nützlich erweisen. Treppen seien Hindernisse, die nicht nur Menschen mit Handicap vor Schwierigkeiten stellen könnten. Dank des Portals könnten sich Menschen mit eingeschränkter Mobilität schon zu Hause über die Zugänglichkeit von Gebäuden informieren, berichten Kirstin Schulten und Peter Cramer nach ihrer Rückkehr aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Ebenso soll das Portal über Smartphone zugänglich sein. "Oft gibt es auch noch einen barrierefrei zugänglichen Hintereingang zu einer Arztpraxis oder Gaststätte. Diesen zu finden, wenn man ortsunkundig oder Tourist ist, ist nicht immer einfach", sagen die Fachleute.

Genau dabei soll dieses Portal helfen. Selbst dann, wenn ein Aufzug vorhanden ist, sei die Barrierefreiheit nicht immer gewährleistet. Häufig seien die Türen zu schmal oder die Bedienungsknöpfe im Aufzug zu hoch für einen sitzenden Menschen angebracht. "Auch Rampen sollen Barrierefreiheit herstellen. Sie sind aber oft zu steil", wissen Schulten und Cramer aus ihrer Erfahrung.

Die Federführung für dieses "sehr sinnvolle Projekt", wie es Landrat Gerhard Bauer nennt, liegt im Landkreis Schwäbisch Hall bei dem Verein Barrierefrei.

Dazu werden noch Partner (beispielsweise andere Selbsthilfegruppen) sowie ehrenamtliche Mitarbeiter unter anderem für die Begehung und die Auswertung gesucht. Wie Kirstin Schulten und Peter Cramer mitteilen, sei geplant, eine Aufwandsentschädigung zum Beispiel für Fahrtkosten zu gewähren. Deshalb seien noch weitere Sponsoren nötig, die dieses Projekt unterstützen möchten.

Firmen und Institutionen wie die Landkreisstiftung Schwäbisch Hall, die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim haben das Projekt mit einer Spende bereits unterstützt.

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