Oberrot konzentriert sich auf einen Standort für Windkraftanlagen

Auf der Markungsfläche von Oberrot soll es nach dem Willen des Gemeinderates nur einen Windkraft-Standort geben. Das wird der Kornberg sein. Drei kleinere Flächen wurden aus der Planung genommen.

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Die Gemeinde Oberrot konzentriert sich bei der Ausweisung von Flächen für die Windkraft-Nutzung ausschließlich auf den Kornberg.  Foto: 

Für den wirtschaftlichen Betrieb einer Windkraftanlage sind drei Faktoren wichtig. Zum einen muss beständig Wind wehen, zum zweiten dürfen Anlieger nicht gestört werden und zum dritten muss den Belangen des Natur- und Tierschutzes Rechnung getragen werden. Allein unter dem Aspekt der sogenannten "Windhöffigkeit" eignet sich in Oberrot nur der Kornberg für die Nutzung von Windkraft. Unter dem Begriff "Potenzialfläche 1" hat sich der Gemeinderat dort für die Ausweisung eines geeignet großen Areals ausgesprochen. Die Nutzung von drei kleineren Flächen wurde jetzt aufgrund deren zu geringer Größe verworfen. Derzeit plant man mit Faktoren, die eine Mindestgröße des Areals von 20 Hektar und eine Mindestwindgeschwindigkeit von 5,25 Meter pro Sekunde in 100 Meter Höhe vorsehen.

Im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplans des Gemeindeverwaltungsverbandes Limpurger Land für die Nutzung von Windkraft wurde am Oberroter Ratstisch auch über neue Grenzabstände gesprochen. Wie Jens Fuhrmann vom Kreisplanungsamt erläuterte, tendiere der Regionalverband mittlerweile zu 700 Meter Mindestabstand von Windkraftanlagen gegenüber Aussiedlerhöfen. Im Gemeindeverwaltungsverband halte man bisher noch 500 Meter für ausreichend. Einige Verwaltungsverbände hätten bereits die neue Abstandsregelung vom Regionalverband übernommen, berichtete Fuhrmann.

Für Oberrots Bürgermeister Daniel Bullinger war es nun wichtig, im Gemeinderat ein Meinungsbild zu erhalten, um dann im Gemeindeverwaltungsverband Limpurger Land entsprechend stimmen zu können. Am Ende konzentrierte sich alles darauf, es bei 500 Meter Abstand zu belassen. Ob dieses Limit oder gar die vom Regionalverband geforderten 700 Meter Grenzabstand zu Aussiedlerhöfen am Ende "gerichtsfest" sind, wusste am Montag niemand zu sagen. Bei einem konkreten Bauantrag werde sicher noch einiges in Bewegung kommen.

Kreisplaner Fuhrmann berichtete von "Tendenzen", dass auch im Bereich Kohlwald wohl einige Flächen aus der bisherigen Planung verschwinden könnten. "Wir haben viele Vorbehalte bekommen", sagte Fuhrmann und meinte, unter dem Aspekt der "Windhöffigkeit" seien einige Flächen "kritisch" zu beurteilen. Würde sich der Gemeindeverwaltungsverband dazu entschließen, die Abstandsregelung von 500 auf 700 Meter auszudehnen, hätte das in Gaildorf eine Auswirkung auf den Bereich Schweizerhof, stellte Fuhrmann fest.

Zudem erklärte der Vertreter der Kreisverwaltung, dass man mit sensiblen Daten wie Brutplätzen von Schwarzstorch oder Milan vorsichtig umgehen werde. Man werde die Positionen nicht veröffentlichen, sagte Fuhrmann, um nicht "Pseudo-Naturschützer" auf den Plan zu rufen oder andere, die vielleicht beabsichtigen, die geschützten Tierarten zu "vergrämen".

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