Oben und unten verbessert

Auf der Abwasser-Liste kann Rot am See einen weiteren Teilort abhaken: Oberwinden ist jetzt ebenfalls an die Kläranlage angeschlossen. Das Dorf trägt auch oberirdisch ein neues Gewand.

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Das Projekt in Oberwinden gebührend gewürdigt: Bürgermeister Siegfried Gröner (links) und sein Gerabronner Kollege Klaus-Dieter Schumm, "Vize" der HWG.

Projekte wie in Oberwinden laufen auf den Rathäusern unter der sperrigen Rubrik "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen". Neben dem Anschluss an die Kläranlage wurde in dem Teilort von Rot am See in der Tat allerhand verbessert: Eine neue Ortsdurchfahrt verwöhnt die Automobilisten, Fußgänger freuen sich über neue Gehwege und die Stromleitungen verschwanden im Boden, wo neben der Kanalisation vorsorglich auch noch Leerrohre für die schnelle Datenautobahn ins Internet verlegt wurden.

Die Gunst der Baustellen-Stunde nutzten nicht nur etliche Bürger für neue Hofeinfahrten: Die Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) ersetzte die altersschwachen Wasserleitungen des kompletten Ortsnetzes aus den Fünfzigerjahren.

Das ganze Paket an Investitionen in die Infrastruktur des Dorfes war für die Gemeinde Rot am See allemal ein Grund, auf einer lauschigen Streuobstwiese bei musikalischen Beiträgen des benachbarten Posaunenchors Gaggstatt das "neue, schöne und ansprechende Bild von Oberwinden", wie Bürgermeister Siegfried Gröner sagte, gebührend zu feiern - auch als Entschädigung dafür, dass die Bürger immerhin ein ganzes Jahr lang ohne Grummeln jede Menge Dreck, Lärm und Umleitungen ertrugen.

Bürgermeister Siegfried Gröner rechnete vor, dass insgesamt rund 757 000 Euro in das vom Ingenieurbüro Franke aus Schwäbisch Hall geplante Projekt gesteckt wurden. Aus Zuschussquellen flossen circa 299 000 Euro, die Kommune selbst war mit Eigenmitteln in Höhe von 458 000 Euro in Oberwinden dabei.

Allein die HWG ließ sich die Wasserleitungen rund 121 000 Euro kosten - für den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden und Gerabronner Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm ein weiterer Beweis dafür, dass die Kommunen in enger Partnerschaft mit der HWG ihre Infrastruktur in Schuss halten.

Was jetzt noch fehlt in Oberwinden: ein stationäres Radargerät zur Tempomessung. Die Kosten wären in dieser schnurgeraden Ortsdurchfahrt ganz schnell wieder eingespielt. Auch das Tempo-30-Schild zum "Festbetrieb" wurde an diesem Abend völlig ignoriert. . .

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