Obduktionsergebnis liegt vor

Nach dem blutigen Familiendrama vom Mittwochmorgen liegt das Obduktionsergebnis vor. Die 51-jährige Frau ist an den massiven Kopfverletzungen gestorben. Ihre Tochter schwebt noch in Lebensgefahr.

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Erster Tatort: Parkplatz vor dem Mehrfamilienhaus in Veinau. Foto: Thumi

Der Bericht berge nichts Unerwartetes, so Hermann Schüttler, Sprecher der Haller Polizei. "Der Mann hat seiner Frau den Schädel eingeschlagen. Das ist die nun bestätigte Todesursache." Auch der Leichnam des 53-Jährigen wurde vom gerichtsmedizinischen Institut obduziert. Es seien dabei weder Alkohol noch Drogen im Blut gefunden worden. Die Todesursache ist eindeutig: der Aufprall nach dem Sturz vom Diak.

Die Polizei hat nun wohl auch die Frage geklärt, wieso sich das brutale Familiendrama von circa 5.30 bis 7.30 Uhr hinzog, also über zwei Stunden: Nachdem der Mann seine vom ihm getrennt lebende Ehefrau mit einem Rundeisen auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung in Veinau niedergestreckt hatte, fuhr er nach Polizeiangaben mit seinem Auto zur Tochter in die Kreuzäckersiedlung. Dort verletzte er sie lebensgefährlich am Schädel.

"Wir gehen davon aus, dass er mit dem Auto nach Hause gefahren ist", so Schüttler. Dort, in den Pfauäckern in Weckrieden, habe der 53-Jährige einen Abschiedsbrief und sein Testament verfasst, bevor er dieses Familienangehörigen in Hall in den Briefkasten geworfen hat. Erst danach sei er wieder nach Hause gefahren, um seinen Sohn gegen 7 Uhr zu wecken und ihm die brutalen Taten zu beichten.

"Das sind Mutmaßungen, bestätigt ist das aber noch nicht", so Schüttler. Die Tochter kann nicht befragt werden. Wegen ihrer massiven Verletzungen wurde sie noch am Mittwoch vom Diak in eine Stuttgarter Spezialklinik verlegt und später ins künstliche Koma versetzt.

Der 21-jährige Sohn, der als einziger das Familiendrama körperlich unbeschadet überstanden hat, wird seelsorgerisch betreut. Er hat der Polizei bereits berichtet, dass der Vater nach der Beichte aus dem Haus gestürmt war. Der Sohn habe ihn verfolgt, aber dann aus den Augen verloren. Der 21-Jährige alarmierte die Polizei von den Feldern aus.

Sein Vater rannte in Richtung Diak und stieg am wenige Hundert Meter entfernten Krankenhaus von hinten auf den dort ebenerdigen Zugang zum zehnten Stock des Hochhauses. Laut einer Zeugenaussage sprang er ohne zu zögern.

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