Nur Fliegen ist schöner

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  • Viele Parcours in Rothenburg erfordern große Konzentration. Die Sicherheitsgurte schließen Unfälle aus, aber dennoch will jeder Schritt wohl platziert sein. 1/2
    Viele Parcours in Rothenburg erfordern große Konzentration. Die Sicherheitsgurte schließen Unfälle aus, aber dennoch will jeder Schritt wohl platziert sein. Foto: 
  • Betreuer Manuel Kutsch kommt ordentlich ins Schwingen. 2/2
    Betreuer Manuel Kutsch kommt ordentlich ins Schwingen. Foto: 
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Raus aus der Wohnung, ab in die Baumwipfel! So könnte man die Idee hinter Manuel Kutschs Ferienprogrammplan umschreiben. „Natürlich haben Besuche im Freizeitpark viel größeren Zulauf. Mir geht es hier aber darum, Kinder und Jugendliche raus in die Natur zu bringen.“ Kutsch ist Leiter des Jugendzentrums Güterschuppen in Schrozberg, und er bietet den Ausflug in den Rothenburger Kletterwald heuer gleich dreimal an.

„Der Andrang ist groß, aber wir gehen immer zu zehnt hin: Acht Kinder und zwei Betreuer“, sagt Kutsch. Noch mehr sollten es nicht sein, sonst verliert man den Überblick, und außerdem wird es im Park schnell voll. Das heiße Wetter spielt ihm an diesem Tag perfekt in die Karten. Wäre es ein paar Grad kühler, würde das Gedränge in dem Waldstück vor der ehemaligen Reichsstadt wohl schnell sehr groß. So aber können sich die Schrozberger ohne große Wartezeiten in den Parcours stürzen.

Der zwölfjährige Kevin aus Schrozberg war schon im vergangenen Jahr dabei – entsprechend viel Vorfreude bringt er nun mit: „Ich mach zwar auch andere Ferienprogramm-Angebote mit, aber für mich ist das Klettern das Ereignis in den Sommerferien.“ Spricht’s – und ist schon wieder weg, klettert durch einen der Parcours, die hier alle nach Affenarten benannt sind.

Viele Herausforderungen

Überhaupt wird in Rothenburg einiges geboten: Knifflige Klettereinlagen wechseln sich mit Aufgaben ab, bei denen es vor allem auf Kraft und Koordination des Kletterers ankommt. Und eine 120 Meter lange Seilbahn gibt einem kurz das Gefühl, durch die Luft zu fliegen.

Kein Wunder also, dass viele nach einer Tour locker einen halben Liter Wasser zu sich nehmen. Denn bei grob 30 Grad und Windstille merkt man den Flüssigkeitsverlust hier noch schneller als sonst. Zumal es in den Baumwipfeln durchaus fünf Grad wärmer sein kann, als am Boden. Die zwölfjährige Lisa, die auch Mitglied bei der Jugendfeuerwehr in Schrozberg ist, ist das erste Mal mit dabei, und hellauf begeistert: „Da sitzt man nicht die ganze Zeit drinnen rum, sondern kommt raus. Überhaupt wären die Ferien ohne das Kinderferienprogramm langweiliger. So ist eigentlich immer was los.“

Man sieht allen Beteiligten – seien diese nun Betreuer oder Teilnehmer – ihre Freude deutlich  an, während sie durch den Kletterwald kraxeln. Ab und an wird auch gefrotzelt, wenn jemand in komischen Verrenkungen an einem Hindernis hängt. Meistens bekommt man das aber auch gleich wieder zurück, sobald man selbst an selber Stelle nicht weiterkommt.

Bei allem Wettbewerb: Der Spaß steht im Vordergrund, und letztlich kann jeder die Parcours aus eigener Kraft bewältigen.

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