Nostalgischer Rückblick

Auch abseits des Pfingstmarktes wurde in Blaufelden am Wochenende einiges geboten - zum Beispiel in der Dorfschmiede von Karl Ströbel.

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Mit Muskelschmalz und Geschick am Werk: Karl-Heinz Ströbel.

Fernab des Trubels demonstrierte Karl-Heinz Ströbel in der Dorfschmiede traditionelle Schmiedekunst. In dritter Generation betreibt seine Familie die 1876 erbaute Schmiede nun schon.

Immer wieder schauten am Pfingstsonntag und Pfingstmontag Besucher in der Werkstatt vorbei und ließen sich die alte Handwerkskunst nicht nur erklären, sondern auch vorführen. "Der Blasebalg ist noch original aus dem Jahr 1832 und erhitzt die Flammen auf etwa 1200 Grad", erklärte Ströbel, während er eine glühende Eisenstange mit dem Hammer bearbeitete.

"Vor drei Jahrzehnten noch lief das Geschäft gut, wir hatten drei Gesellen angestellt und jede Menge zu tun", erinnerte sich Karl-Heinz Ströbel an die Jahre kurz bevor die Schmiede 1983 stillgelegt wurde. Neben den üblichen Dorfschmiedearbeiten fertigten Schmiedemeister Karl Ströbel und sein Sohn Karl-Heinz auch Teile für Ernte- und Heuwagen; außerdem arbeiteten sie als Huf- und Beschlagschmiede.

"Diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen ist die Schmiede nur noch zu besonderen Anlässen in Betrieb, an Pfingsten und beim Ferienprogramm etwa. Und natürlich auch, wenn wir für uns selbst etwas fertigen oder Werkzeuge reparieren", erklärt Karl-Heinz Ströbel. So stellte er am Wochenende beispielsweise einen Schürhaken und ein Ornament für den Garten her. Ab und an kämen auch noch Kunden mit kleineren Aufträgen vorbei, ergänzte er. Das sei aber eher selten - umso besser, dass es noch Anlässe wie den Pfingstmarkt gibt, bei denen ein altes Handwerk auflebt.

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