Norovirus grassiert in der Oberstufe

Drei Schüler des Evangelischen Schulzentrums sind am Norovirus erkrankt. Das ergaben Laboruntersuchungen. Weil am Freitag insgesamt 27 Schüler krank waren, wurden Schüler der Oberstufe heimgeschickt.

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Die beste Vorbeugung vor einer Infektion mit dem Norovirus: immer wieder die Hände waschen. Archivfoto: Maria Müssig

Der Elterninformationstag am Evangelischen Schulzentrum in Michelbach ist wie geplant am Samstag durchgeführt worden. Dass die Schule evakuiert worden sein soll, ist falsch - ein Gerücht. Tatsächlich sind vergangene Woche zahlreiche Schüler an einer Magen-Darm-Infektion erkrankt gewesen, teilt der stellvertretende Schulleiter Ralph Gruber mit. 27 Schüler waren am Freitag erkrankt, einige so schwer, dass sie in der Klinik behandelt werden mussten. Um die Infektionskette zu unterbrechen, seien in Absprache mit dem Gesundheitsamt die Schüler der Oberstufe ab der Klasse 11 am Freitag nach Hause geschickt worden. "Eine reine Präventivmaßnahme" betont Gruber, "es besteht kein Grund zur Sorge."

Zunächst war noch nicht klar, ob die Ursache ein Noro-Virus ist oder ein anderer Virus. Geprüft wurde auch, ob die Infektion über die Mensa in Umlauf gebracht wurde. Essensreste wurden im Labor untersucht - mit dem Ergebnis, dass alles okay ist. Gruber war sich von vorn herein sicher, dass die Küche als Infektionsherd ausscheidet. "Wenn es das Essen gewesen wäre, hätten auch Schüler an der Schule in Obersulm, die wir auch beliefern, ebenfalls Krankheitssymptome."

War am Vormittag noch offen, ob Noroviren die Ursache der Infektionen sind, bestätigte sich dies gestern am Nachmittag. Dies teilte Dr. Renate Lorenz-Lauermann, Leiterin des Gesundheitsamts, mit. Bei drei Schülern wurde der Virus nachgewiesen. Der Krankheitsverlauf hatte bereits darauf hingedeutet: "Erbrechen, Durchfall, dann geht es einem ein paar Stunden oder einen Tag hundeelend - der Krankheitsverlauf ist kurz und heftig. Das Gemeine ist, man ist ansteckend, bevor man krank ist." Zur Vorbeugung empfiehl sie: "Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen." Auch ein Desinfektionsmittel, das für Viren ausgelegt ist, könne benutzt werden.

Die Schule habe bewusst offen und transparent die Eltern informiert, betont Gruber: Beim Tag der offenen Tür am Samstag wurde mit Handzetteln, Postern und in Gesprächen über die Erkrankung informiert. Offen gelegt wurde auch, dass die Internats- und Oberstufenschüler heimgeschickt worden sind. Der Unterricht für die Oberstufe stand gestern noch still. Allerdings fand das fachpraktische Abitur, das gestern im Fach Kunst abgelegt wurde, wie geplant statt.

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