Noch einmal in den Kunst-Wald Kunsthalle Würth baut ab Montag um

Sehnsuchtsort, Ausflugsziel, Arbeitsplatz - der Wald hat viele Gesichter. Noch bis einschließlich Sonntag wird in der Kunsthalle Würth in Hall mit der Ausstellung "Waldeslust" Baum und Natur gehuldigt.

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Ein Wald voller Kunst hat im November in der Kunsthalle Würth Einzug gehalten. Werke von mehr als 90 Künstlern zum Thema Wald - von Max Ackermann über Alex Katz bis Terezka Zimmer - sind noch bis einschließlich Sonntag dort zu sehen. Die Fülle der fast 190 gezeigten Arbeiten schlägt einen zeitlichen Bogen von Lucas Cranachs d.Ä. "Familie der Naturmenschen" (um 1530) bis zu Roberto Longos beeindruckenden, fotorealistischen Kohlezeichnungen von 2011. Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die mittlerweile mehr als 14000 Werke zählende Sammlung Würth.

Der Wald treibt die Menschen um - sei es als Märchenschauplatz, als Sehnsuchtsort, Arbeitsplatz für Förster, Existenzgrundlage für die Holzindustrie oder Sinnbild für Ruhe und Einsamkeit. So vielfältige Emotionen der Wald bei den Menschen hervorruft, so mannigfach wird er von Künstlern bearbeitet.

Vom ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss ist folgender Satz überliefert: "Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbergen sich viele Märchen und Wunder." Und Sozialforscher unterscheiden die Deutschen nach Waldvorlieben vom "ganzheitlichen Waldfreund" bis zum "Gleichgültigen".

In der Kunsthalle können nun noch vier Tage lang Kunstvorlieben in Sachen Wald getestet werden. Am letzten Ausstellungstag (Sonntag) gibt es zudem zwei öffentliche Führungen: um 11 und um 15 Uhr. Zur Finissage der Ausstellung "Waldeslust. Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen der Sammlung Würth" am Sonntag hat sich auch Baden-Württembergs Waldkönigin angekündigt. Die 19-jährige Martina Gottlieb ist im März gekürt worden - ein Kindheitstraum, sagt die angehende Forstwirtin: "Ich wollte schon immer hauptberuflich Prinzessin werden. Jetzt bin ich sogar Königin."

Als Waldkönigin wird sie am Sonntag um 15 Uhr die Preise eines Gewinnspiels übergeben, zu dem die Kunsthalle Würth eingeladen hatte. Die Besucher sollten bis Ostermontag angeben, wie viele Birken in der aktuellen Waldeslust-Ausstellung zu sehen sind. Die Preisübergabe ist der Auftakt zur Happy Hour im Adolf-Würth-Saal. Dort bietet der Posaunist, Pianist und Komponist Christian Muthspiel mit seiner Yodel Group Vokalkunst unter dem Motto "Jodler sind der Blues der Alpen".

Info Die Kunsthalle Würth ist bis Sonntag täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt frei. Wegen Umbau bleibt das Haus bis einschließlich Freitag, 27. April, geschlossen. Ab 28. April wird die Schau "Mexicanidad. Frida Kahlo, Diego Rivera, Rufino Tamayo, Francisco Toledo, Adolfo Riestra" gezeigt.

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